Bild folgtKI-generierte IllustrationSicista betulina (Pallas, 1779)
Auch bekannt als: Siciste Des Bouleaux, Waldbirkenmaus
Pallas, 1779
Ein markanter, schwarzer Aalstrich (dunkler Rueckenstreifen), der von der Stirn bis zur Schwanzwurzel verlaeuft, kennzeichnet diese seltene Maus. Ihr Schwanz uebertrifft die Koerperlaenge deutlich und dient als wichtiges Greif- und Balancierorgan beim Klettern im dichten Gestruepp. Du wirst diesen scheuen Bewohner nur mit viel Glueck zu Gesicht bekommen, da er vorwiegend waehrend der Daemmerung aktiv ist. Als Allesfresser sucht das Tier am Boden und in der niedrigen Vegetation nach Nahrung. Kleine Wirbellose (Tiere ohne Rueckgrat wie Insekten oder Wuermer) gehoeren ebenso zu seinem Speiseplan wie verschiedene Saemereien und Wildfruechte. In deinem Garten uebernimmt die Art eine wertvolle Rolle im Naturkreislauf, indem sie die Bestaende kleiner Gliedertiere reguliert. Um diesen seltenen Gast zu unterstuetzen, solltest du wilde Ecken mit hohem Gras und Totholzstapeln dauerhaft erhalten. Solche naturbelassenen Strukturen bieten den notwendigen Schutz vor Fressfeinden und dienen als sichere Schlafplaetze. Da die Tiere sehr stoerungsanfaellig sind, ist ein naturnahes Management ohne den Einsatz von Pestiziden (Pflanzenschutzmitteln) die beste Hilfe. Ein strukturreicher Garten foerdert die Artenvielfalt und bewahrt wertvolle Lebensraeume fuer diese besonderen Saeugetiere.
Die Birkenmaus ist fuer Menschen voellig harmlos und zudem streng geschuetzt. Du solltest gefundene Tiere niemals stoeren oder fangen, da sie extrem empfindlich auf Stress reagieren. Ihr Vorkommen im Garten ist ein grosses Kompliment fuer deine oekologische Gartenfuehrung.
Die Birkenmaus (Sicista betulina) gehoert zur Familie der Springmaeuse (Dipodidae) und ist die einzige Vertreterin dieser Gruppe in Mitteleuropa. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich ueber Deutschland, Oesterreich und die Schweiz, wobei sie oft in feuchten Waeldern oder Moorgebieten siedelt. Das Tier lebt semi-arboricol (teilweise in Baeumen und Straeuchern kletternd) und verbringt fast die Haelfte des Jahres im Winterschlaf. Diese Art gilt als Relikt (Ueberbleibsel aus einer frueheren erdgeschichtlichen Epoche) der nacheiszeitlichen Kaeltesteppe.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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