Bild folgtKI-generierte IllustrationSisyrinchium montanum
Auch bekannt als: Sisyrinchium montanum
An ihren grazilen, violettblauen Blütensternen mit der leuchtend gelben Mitte lässt sich das Gewöhnliche Grasschwertel sofort erkennen. Diese zierliche Pflanze erreicht eine Höhe von genau 0,22 m und wirkt mit ihren schmalen Blättern auf den ersten Blick fast wie ein Gras. Für deinen Naturgarten ist sie ein Gewinn, da sie über ihre AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit speziellen Bodenpilzen) die Vitalität des Bodens stärkt. Auch wenn für diese Art noch keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, bereichert sie das Blütenangebot auf mageren Flächen ungemein. Probier es doch mal an einer sonnigen Stelle in deinem Garten aus – das Grasschwertel ist viel robuster, als sein filigranes Äußeres vermuten lässt.
Zarte Sternblüten auf 0,22 m: Ein grazilen Blickfang für sonnige Magerstandorte.
Obwohl für das Gewöhnliche Grasschwertel derzeit keine spezifischen Daten zu profitierenden Insektenarten in der Datenbank vorliegen, leistet es einen wichtigen Beitrag zur Bodengesundheit. Durch seine AM-Mykorrhiza (eine arbuskuläre Pilzsymbiose) vernetzt es sich eng mit dem Bodenleben und fördert den Nährstoffaustausch. Die leichten Diasporen (Samen) mit einem Gewicht von 0,8143 mg ermöglichen eine effektive Fernausbreitung durch den Wind. In einem ökologisch geführten Garten dient es als Teil einer vielfältigen Pflanzengesellschaft auf Magerstandorten. Es bietet durch seine offene Blütenform ein potenzielles Nektarangebot für verschiedene Fluginsekten des Frühsommers.
Das Gewöhnliche Grasschwertel wird als nicht kindersicher eingestuft. Da es zur Familie der Schwertliliengewächse gehört, können Pflanzenteile bei Verzehr Unverträglichkeiten auslösen. Achte in Gärten mit kleinen Kindern darauf, dass keine Pflanzenteile verschluckt werden. Im Notfall ist der Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.22 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 7), damit die Pflanze reichlich Blüten ansetzt.
Boden: Achte auf einen mageren Boden (Schwachzehrer); zu viele Nährstoffe verträgt das Grasschwertel nicht.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe musst du jedoch unbedingt vermeiden.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden noch offen ist.
Pflanzabstand: Aufgrund der geringen Wuchshöhe von 0,22 m reicht ein Abstand von etwa 15 bis 20 cm.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich durch Selbstaussaat; ihre Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit 0,8143 mg sehr leicht und werden vom Wind verteilt.
Pflege: Lass die verblühten Stände über den Winter stehen, um die natürliche Selbstaussaat zu fördern.
Pflanzpartner: Eine gute Nachbarin ist die Heidenelke (Dianthus deltoides) – sie teilt die Vorliebe für sonnige, magere Standorte und ergänzt das Blau des Schwertels perfekt.
Das Gewöhnliche Grasschwertel (Sisyrinchium montanum) gehört zur Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Es gilt in der Region als Neophyt (eingebürgerte Pflanze) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst sonnige, mäßig warme Standorte auf neutralen bis schwach sauren Böden. Morphologisch zeichnet es sich durch krautige, nicht verholzte Triebe und breitblättrige, schwertförmige Laubblätter aus. Mit einer Blattfläche von 182,46 mm² bleibt die Pflanze kompakt und unaufdringlich.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →