Bild folgtKI-generierte IllustrationSolanum richardii
Auch bekannt als: Solanum richardii
Typisch für Solanum richardii sind die charakteristischen Blüten der Nachtschattengewächse mit ihren fünf zurückgeschlagenen Blütenblättern und dem auffälligen, gelben Kegel aus Staubbeuteln in der Mitte. Da sie als nicht kindersicher eingestuft wird, solltest du ihren Standort mit Bedacht wählen. Da zu den spezifischen Bestäubern dieser Art aktuell keine detaillierten Daten vorliegen, leistet du mit ihrer Ansiedlung vor allem einen Beitrag zum Erhalt einer raren regionalen Pflanze. Wenn du ein Faible für seltene Wildpflanzen hast, ist diese Art ein spannendes Experiment für dich.
Eine seltene Österreicherin für Kenner: Hol dir echte Alpen-Biodiversität heim.
Als heimische Art in Österreich ist diese Pflanze ein wichtiger Baustein für die regionale Biodiversität (Vielfalt des Lebens). Auch wenn für diese spezifische Art derzeit keine exakten Daten zu besuchenden Insekten vorliegen, dienen Nachtschattengewächse generell als wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten, die zur Vibrationsbestäubung fähig sind. Dabei bringen Insekten die Staubbeutel durch Muskelkraft zum Zittern, um den Pollen freizusetzen. Durch die Pflanzung in deinem Garten trägst du aktiv dazu bei, das Aussterben seltener regionaler Arten zu verhindern und bietest einen Lebensraum in einer zunehmend ausgeräumten Landschaft. Die Samenstände können im Winter zudem als Versteck für kleine Wirbellose dienen.
Diese Pflanze wird ausdrücklich als nicht kindersicher eingestuft, da sie wie viele Nachtschattengewächse giftige Inhaltsstoffe enthält. Ein Verzehr von Pflanzenteilen kann gesundheitliche Probleme verursachen. Achte darauf, dass keine Kleinkinder oder Haustiere Zugang zu der Pflanze haben, und trage bei Pflegemaßnahmen vorsichtshalber Handschuhe.
Licht
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Boden
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Damit Solanum richardii in deinem Garten gut gedeiht, solltest du einen warmen und geschützten Platz wählen, der den klimatischen Bedingungen ihrer österreichischen Heimat entspricht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Der Boden sollte gut durchlässig sein, um Staunässe (Ansammlung von Wasser im Wurzelbereich) zu vermeiden.
Da die Pflanze nicht kindersicher ist, empfiehlt sich ein Standort im hinteren Bereich des Beetes.
Ein Rückschnitt im Spätwinter fördert den kompakten Wuchs im nächsten Jahr.
Die Vermehrung erfolgt am besten über die reifen Samen im Herbst.
Achte auf eine gleichmäßige Bodenfeuchte während der Anwachsphase.
Eine Düngung ist meist nicht erforderlich, da Wildpflanzen an karge Verhältnisse angepasst sind.
Als Pflanzpartnerin eignet sich der Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) hervorragend, da beide Arten sonnige, warme Standorte in der österreichischen Landschaft bevorzugen und sich optisch ergänzen.
Solanum richardii gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und zur Gattung Nachtschatten (Solanum). In unserer Region ist sie als heimische Art in Österreich dokumentiert, wo sie bevorzugt an warmen Standorten vorkommt. Morphologisch besticht sie durch ihren krautigen Wuchs und die für die Gattung typische Blütenstruktur, die eine spezielle Bestäubungstechnik erfordert. Als Wildpflanze ist sie ein wertvoller Bestandteil der lokalen Flora, auch wenn sie im Gartenbau bisher wenig verbreitet ist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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