Bild folgtKI-generierte IllustrationSolanum triflorum
Auch bekannt als: Solanum triflorum
An den tief gelappten, fast fiederspaltigen Blättern lässt sich der Dreiblütige Nachtschatten (Solanum triflorum) sofort erkennen. Diese Art ist ein interessanter Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart), der in unseren Gärten vor allem auf frischen, nährstoffreichen Böden wächst. Da er eine Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen (Bodenpilze, die den Nährstoffaustausch fördern) eingeht, stärkt er die biologische Aktivität im Erdreich. Auch wenn für diesen speziellen Nachtschatten keine konkreten Bestäubungsdaten vorliegen, bereichert er die Artenvielfalt durch seine bloße Präsenz auf Brachflächen. Wenn du einen ökologisch vielfältigen Garten schätzt, bietet diese Pflanze eine wunderbare Möglichkeit, auch weniger bekannte Arten zu beobachten.
Ein robuster Bodenkünstler für frische Plätze und echtes Forscher-Feeling.
Der ökologische Wert des Dreiblütigen Nachtschattens liegt primär in seiner Rolle als Bodenfestiger an frischen Standorten. Er nutzt die arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Form der Pilz-Wurzel-Symbiose, die den Boden auf mikroskopischer Ebene stabilisiert. Da in den vorliegenden Daten keine spezifischen Beziehungen zu Insekten oder Vögeln gelistet sind, lässt sich über seinen direkten Wert als Nahrungspflanze für heimische Bestäuber keine gesicherte Aussage treffen. Er fungiert jedoch als Pionierpflanze, die offene Bodenstellen besiedelt und so die strukturelle Diversität im Garten erhöht. Seine Anwesenheit fördert ein komplexes Bodenökosystem, das indirekt vielen Organismen zugutekommt.
Der Dreiblütige Nachtschatten ist nicht kindersicher und wird als giftig eingestuft. Wie viele Vertreter der Nachtschattengewächse enthält er Alkaloide, die bei Verzehr gesundheitsschädlich sind. In Gärten mit kleinen Kindern oder neugierigen Haustieren solltest du daher Vorsicht walten lassen und die Pflanze ggf. an unzugänglichen Stellen platzieren.
Licht
—
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.63 m
Wähle einen Standort, der frisch (mäßig feucht) ist, da die Pflanze keine extreme Trockenheit mag.
Der Boden sollte nährstoffreich und humos sein, wie man es oft in Gemüsegärten findet.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte beim Pflanzen im Herbst darauf, dass der Boden noch offen und nicht gefroren ist.
Eine regelmäßige Bewässerung in trockenen Sommermonaten sichert die Vitalität.
Da die Pflanze einjährig oder kurzlebig ist, solltest du die Samenreife im Spätsommer abwarten.
Eine Düngung ist in der Regel nicht erforderlich, sofern der Boden nicht völlig ausgelaugt ist.
Gute Partnerin: Rainfarn (Tanacetum vulgare) – beide Arten bevorzugen frische, nährstoffreiche Ruderalstandorte und bieten einen schönen farblichen Kontrast.
Der Dreiblütige Nachtschatten gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) in der Ordnung der Nachtschattenartigen (Solanales). Ursprünglich aus Nordamerika stammend, ist er mittlerweile in Deutschland und Österreich als Neophyt fest etabliert. Er besiedelt typischerweise Ruderalstellen (durch menschliche Eingriffe entstandene Schutt- oder Ödflächen) und Äcker. Botanisch zeichnet er sich durch seine meist zu dritt stehenden, weißen Blüten und die kugeligen Beerenfrüchte aus, während sein Wuchs meist niederliegend bis aufsteigend ist.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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