Bild folgtKI-generierte IllustrationSorbus lonetalensis
An ihren breit-elliptischen, im unteren Drittel oft tief eingeschnittenen Blättern lässt sich die Lonetal-Mehlbeere (Sorbus lonetalensis) sofort erkennen. Du holst dir mit diesem Strauch eine echte botanische Kostbarkeit in den Garten, die weltweit ausschließlich in der Region der Schwäbischen Alb vorkommt. Da sie extrem selten ist, leistest du mit ihrer Pflanzung einen direkten Beitrag zum Erhalt einer vom Aussterben bedrohten Art. Als heimisches Gehölz bietet sie Vögeln wie der Amsel (Turdus merula) im Herbst wertvolle Beeren als Nahrung. Wenn du einen sonnigen Platz mit kalkhaltigem Boden hast, ist dieser Strauch eine Bereicherung für dein privates Naturreservat.
Botanische Rarität: Schütze eine der seltensten Baumarten Deutschlands.
Obwohl spezifische Bestäubungsdaten für diese seltene Art noch rar sind, ist bekannt, dass die Gattung der Mehlbeeren eine wichtige Rolle für die heimische Fauna spielt. Die weißen Blütenstände locken im Frühjahr verschiedene Käfer und Schwebfliegen an. Im Spätsommer reifen die orange-roten Früchte, die eine begehrte Nahrungsquelle für Vögel wie die Singdrossel (Turdus philomelos) darstellen. Als Raupenfutterpflanze dient das Laub Arten wie dem Baum-Weißling (Aporia crataegi). Durch die Pflanzung in deinem Garten förderst du die regionale Artenvielfalt und bietest Tieren auch in kargen Monaten einen wichtigen Trittstein in der Landschaft.
Die Lonetal-Mehlbeere ist nicht als kindersicher eingestuft. Die Samen in den Beeren enthalten, wie bei vielen Rosengewächsen üblich, geringe Mengen an Stoffen, die bei Verzehr größerer Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der charakteristischen, unterseits weißfilzigen Blätter für geübte Gärtner jedoch fast ausgeschlossen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Die Lonetal-Mehlbeere ist eine ideale Wahl für trockene und warme Gartenbereiche. Sie bevorzugt einen Standort in voller Sonne oder im lichten Halbschatten. Der Boden sollte unbedingt kalkreich und gut durchlässig sein, da sie empfindlich auf Staunässe (Wasserstau im Boden) reagiert.
Pflanzzeit: Am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Boden: Magere, steinige oder lehmige Böden mit hohem Kalkgehalt sind ideal.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze langsam wächst und von Natur aus eine harmonische Form bildet.
Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt über die Aussaat der Samen im Herbst, da diese eine Kälteperiode zum Keimen benötigen.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Echte Schlüsselblume (Primula veris). Beide teilen die Vorliebe für kalkhaltige Böden, wobei die Schlüsselblume im Frühjahr vom noch lichten Schatten des Strauchs profitiert.
Die Lonetal-Mehlbeere (Sorbus lonetalensis) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist ein steno-endemit, was bedeutet, dass sie nur in einem räumlich eng begrenzten Gebiet vorkommt. Ihr natürlicher Lebensraum sind lichte Laubwälder und Gebüsche auf trockenen, warmen Standorten in Deutschland. Charakteristisch ist die filzige Behaarung der Blattunterseite, die als Schutz vor Verdunstung dient. In der nationalen Roten Liste wird sie aufgrund ihrer Seltenheit unter der Kategorie R (extrem selten) geführt.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →