Bild folgtKI-generierte IllustrationSorex antinorii Bonaparte, 1840
Auch bekannt als: MUSARAIGNE DE VALAIS, Valais-Spitzmaus
Diese kleine Wallis-Spitzmaus (Sorex antinorii) erkennst Du an ihrer extrem spitzen Schnauze, dem samtigen, meist zweifarbigen Fell und ihrem quirligen Verhalten. In Deinem Garten bevorzugt sie dichte Vegetation, Krautfluren oder schützende Hecken als Lebensraum. Da sie zu den Insektenfressern (Tiere, die sich primär von Wirbellosen ernähren) gehört, ist sie ein nützlicher Helfer bei der natürlichen Regulation von wirbellosen Kleintieren. Ihr Metabolismus (Stoffwechsel) ist so intensiv, dass sie fast ununterbrochen nach Nahrung suchen muss, um nicht zu verhungern. Selbst im Februar ist sie aktiv, da sie keinen Winterschlaf (lang anhaltender Ruhezustand mit abgesenkter Körpertemperatur) hält. Um Energie zu sparen, nutzt sie den Dehnel-Effekt (die biologische Fähigkeit, Skelett und Organe im Winter zu verkleinern). Du kannst sie unterstützen, indem Du Laubhaufen oder Altholz als Unterschlupf in einer ruhigen Ecke liegen lässt. Ein naturbelassener Garten bietet ihr die nötige Deckung vor Fressfeinden wie Eulen oder Hauskatzen. Da sie sehr ortstreu ist, bleibt sie meist ihr gesamtes, kurzes Leben lang in einem begrenzten Revier.
Diese Art ist für Menschen vollkommen harmlos und steht unter allgemeinem Naturschutz. Ein Umsiedeln ist nicht sinnvoll, da die Tiere extrem stressempfindlich sind und einen sehr hohen Energiebedarf haben. Falls Du ein Tier berühren musst, trage Handschuhe, da sie zur Verteidigung in seltenen Fällen zubeißen können.
Die Wallis-Spitzmaus (Sorex antinorii) ist ein Säugetier aus der Familie der Soricidae (Spitzmäuse). Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Teile von Deutschland, Österreich und der Schweiz, wobei sie besonders in Gebirgsregionen und deren Vorland verbreitet ist. Mit einer Körperlänge von etwa 65 bis 85 Millimetern gehört sie zu den mittelgroßen Vertretern ihrer Gattung. Biologisch ist sie enger mit dem Maulwurf verwandt als mit Nagetieren.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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