Bild folgtKI-generierte IllustrationSpergula pentandra
Auch bekannt als: Fünfmänniger Spark
Artengruppe
Schon von weitem fällt der Fünfmännige Spergel durch seinen filigranen, fast nadelartigen Wuchs auf. Du erkennst ihn an den zierlichen, weißen Blüten, die im Gegensatz zu verwandten Arten fast immer genau fünf Staubblätter besitzen. In deinem Garten ist er ein wertvoller Zeiger für magere, sandige Standorte, die in unserer Kulturlandschaft immer seltener werden. Da er auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten steht, leistest du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz seltener Spezialisten. Schau doch mal genau hin, wie er selbst kleinste Lücken im Boden besiedelt und so den Boden vor Erosion (Abtragung durch Wind und Wasser) schützt. Wenn du einen sandigen Garten hast, ist dieser kleine Überlebenskünstler genau die richtige Wahl für dich.
Seltener Sand-Spezialist: Schütze bedrohte Vielfalt auf kargem Boden.
Da der Fünfmännige Spergel auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, ist seine bloße Anwesenheit im Garten ein wichtiger Beitrag zur regionalen Artenvielfalt. Er besiedelt ökologische Nischen auf extrem trockenen Standorten, an denen kaum eine andere heimische Art überlebt. Nach der Blüte reifen kleine Samen heran, die in den Herbst- und Wintermonaten eine wichtige Nahrungsquelle für bodenfressende Vögel darstellen. Durch seinen lockeren Wuchs hält er den Sandboden fest, lässt aber genügend Licht für andere kleine Kräuter durch. Er dient als wichtiger Baustein in Sandökosystemen, die heute zu den am stärksten gefährdeten Lebensräumen zählen. In einem Naturgarten hilft er dabei, die spezialisierte Flora der Magerstandorte zu erhalten.
Der Fünfmännige Spergel wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb du ihn nicht in Spielbereichen von Kleinkindern pflanzen solltest. Er ist zwar nicht als hochgiftig bekannt, sollte aber wie viele Nelkengewächse nicht verzehrt werden. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem Ackerspergel (Spergula arvensis), der jedoch meist deutlich mehr Staubblätter besitzt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.09 m
Wähle unbedingt einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht benötigt.
Der Boden muss sandig, durchlässig und nährstoffarm sein; als Schwachzehrer benötigt er keinen Dünger.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Gieße die Jungpflanzen nur moderat an; etablierte Exemplare kommen mit Trockenheit hervorragend zurecht.
Achte darauf, dass der Standort offen bleibt, da er von konkurrenzstarken Gräsern leicht verdrängt wird.
Eine Vermehrung erfolgt am einfachsten durch Selbstaussaat auf unbedeckten Bodenstellen.
Da die Pflanze keine Pilzsymbiose (Mykorrhiza) nutzt, ist keine Bodenimpfung erforderlich.
Gute Partnerin: Die Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) – beide teilen die Vorliebe für heiße, sandige Standorte und ergänzen sich optisch wie ökologisch hervorragend.
Der Fünfmännige Spergel gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Er besiedelt bevorzugt Pionierstandorte auf kalkfreien, extrem nährstoffarmen Sandböden. Morphologisch zeichnet er sich durch seine schmalen, fadenförmigen Blätter aus, die in sogenannten Scheinquirlen (mehrere Blätter entspringen scheinbar auf gleicher Höhe dem Stängel) angeordnet sind. Da er keine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen) eingeht, ist er ein unabhängiger Spezialist für karge Lebensräume.
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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