Bild folgtKI-generierte IllustrationSporobolus indicus
Auch bekannt als: Indisches Fallsamengras
An seinem extrem niedrigen, fast polsterartigen Wuchs von gerade einmal 7 Zentimetern lässt sich das Indische Fallsamengras sofort erkennen. Wer dieses Süßgras (Poaceae) einmal im Garten hat, schätzt vor allem seine Unverwüstlichkeit an schwierigen, trockenen Stellen. Da es erst im September blüht, bringt es späte Struktur in Deine Beete, wenn viele andere Gräser bereits verblüht sind. Als Experte rate ich Dir zu dieser Art, wenn Du eine robuste Bodenbedeckung suchst, die mit wenig Wasser auskommt. Die winzigen Samen werden durch den Wind verbreitet und besiedeln so geschickt offene Bodenstellen. Probiere es doch einmal an einem sonnigen Wegrand aus.
Minimalist am Boden: Ein robustes Kraftpaket mit nur 7 Zentimetern Wuchshöhe.
Nach aktuellen Bestäubungsdaten erfolgt die Vermehrung dieses Grases vorwiegend über den Wind. Da die Samen mit 0,1662 mg extrem leicht sind, nutzt die Pflanze die Luftbewegung zur Fernausbreitung ihrer Diasporen (Ausbreitungseinheiten der Pflanzen). Spezifische Beziehungen zu heimischen Insektenarten sind für diese eingewanderte Art in unseren Breitengraden bisher nicht dokumentiert. Dennoch trägt es zur Bodenbefestigung an kargen Standorten bei und bietet durch seinen dichten Wuchs am Boden einen gewissen Schutz für Kleinstlebewesen der Bodenoberfläche. In der späten Blütezeit im September ergänzt es das herbstliche Nahrungsangebot für samenfressende Kleinsäuger.
Das Indische Fallsamengras wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Sollte es dennoch zum Verzehr kommen und Unwohlsein auftreten, wende Dich bitte an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Sep – Sep
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.075 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort mit viel direkter Wärme.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher nährstoffarm sein.
Pflanzzeit Frühling: Von März bis Mai, sobald der Boden frostfrei ist.
Pflanzzeit Herbst: September bis November vor dem ersten tiefen Bodenfrost.
Achte auf die geringe Wuchshöhe von 0,07 m; setze es nicht neben stark wuchernde, hohe Stauden.
Eine zusätzliche Bewässerung ist nach dem Anwachsen kaum notwendig.
Da es sich durch Selbstaussaat vermehrt, lasse die Samenstände im Herbst stehen.
Gute Partnerin: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) – sie teilt die Vorliebe für trockene, magere Standorte und setzt farbliche Akzente zum Grün des Grases.
Das Indische Fallsamengras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Ursprünglich in wärmeren Gebieten beheimatet, findet man es bei uns zunehmend in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) oder an Wegrändern. Morphologisch auffällig ist die geringe Wuchshöhe von 0,07 m und die im Verhältnis dazu breiten Blätter mit einer Fläche von über 1000 Quadratmillimetern. Es handelt sich um eine nicht verholzende Pflanze, die als ausdauerndes Gras wächst und besonders leichte Samen für die Fernausbreitung bildet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →