Bild folgtKI-generierte IllustrationSteatoda bipunctata (Linnaeus, 1758)
Auch bekannt als: Gewöhnliche Fettspinne
Die Fettspinne (Steatoda bipunctata) erkennst du an ihrem stark glänzenden, fast fettig wirkenden Hinterleib, der meist dunkelbraun gefärbt ist und eine Körperlänge von etwa vier bis sieben Millimetern erreicht. Auffällig ist zudem ein heller, oft weißlicher Streifen am vorderen Rand ihres Hinterleibs. Diese Spinne gehört zu den Haubennetzspinnen (Theridiidae) und baut unregelmäßige, dreidimensionale Netze, die oft in Mauernischen oder an Schuppenwänden zu finden sind. Ihre Jagdstrategie basiert auf diesen Stolpernetzen, mit denen sie Beutetiere fängt, die gegen die klebrigen Fangfäden laufen. Im Garten oder am Haus siedelt sie sich bevorzugt an geschützten Stellen wie unter Dachvorsprüngen, in Holzhaufen oder hinter Fensterläden an. Sie leistet dir als nützlicher Helfer wertvolle Dienste, da sie Fliegen, Mücken und sogar größere Käfer erbeutet. Da sie sehr standorttreu ist, reguliert sie die Insektenpopulation in ihrer unmittelbaren Umgebung effektiv. Du kannst diese Tiere unterstützen, indem du ihre Netze in weniger genutzten Ecken des Schuppens oder an der Außenwand einfach bestehen lässt. Auch Reisighaufen oder belassene Fugen in Trockenmauern dienen ihr als idealer Rückzugsort. Im Februar, wenn es draußen noch kalt ist, überdauert sie die Zeit meist unauffällig in geschützten Ritzen.
Für den Menschen ist die Fettspinne vollkommen harmlos. Ihre Kieferklauen (Chelizeren) sind in der Regel zu schwach, um die menschliche Haut zu durchdringen, und sie verhält sich zudem äußerst friedfertig und flüchtet bei Störung.
Die Fettspinne (Steatoda bipunctata) ist ein heimischer Vertreter der Familie der Haubennetzspinnen (Theridiidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Ihre Verbreitung erstreckt sich über ganz Mitteleuropa, wobei sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz sehr häufig vorkommt. Die Weibchen erreichen eine Größe von bis zu sieben Millimetern, während die Männchen meist etwas kleiner bleiben. Als synanthrope (an den Menschen und seine Siedlungen angepasste) Art besiedelt sie bevorzugt Lebensräume in menschlicher Nähe.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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