Bild folgtKI-generierte IllustrationSteatoda grossa (C.L.Koch, 1838)
Die Große Fettspinne erkennt Ihr an ihrem kugeligen Hinterleib, der dunkelbraun bis violett-schwarz gefärbt ist und oft eine helle, halbmondförmige Zeichnung trägt. Als Mitglied der Haubennetzspinnen (Spinnen, die dreidimensionale, unregelmäßige Fangnetze weben) legt sie ihre stabilen Gespinste bevorzugt in dunklen Winkeln, Mauerrissen oder Gartenhäusern an. Ihre Jagdstrategie basiert auf dem Bau eines Haubennetzes (ein wirres Geflecht aus Fangfäden), an dessen klebrigen Enden sich am Boden laufende Insekten verfangen. In Eurem Garten übernimmt sie eine wichtige Aufgabe als nützlicher Schädlingsregulierer, da sie fleißig Fliegen, Mücken und sogar Asseln erbeutet. Sie besiedelt trockene, geschützte Standorte in Bodennähe oder an Gebäudestrukturen. Um dieses Tier zu fördern, solltet Ihr Netze in unauffälligen Ecken einfach belassen und auf chemische Mittel verzichten. Die Spinne ist ortstreu und verbringt oft ihr ganzes Leben im selben Bereich. Durch das Bewahren von Mauerspalten und Totholzhaufen bietet Ihr ihr den nötigen Lebensraum. Als Gärtner profitiert Ihr direkt von ihrer Anwesenheit, da sie die Population störender Insekten stabil hält. Ein achtsamer Umgang mit ihren Verstecken im Außenbereich sichert ihr Überleben.
Obwohl die Große Fettspinne Gift zur Beutejagd nutzt, ist sie für den Menschen harmlos. Ihr Biss kann zwar theoretisch die Haut durchdringen und leichte Schmerzen verursachen, doch sie flüchtet bei Störungen lieber. Eine Verwechslung mit der Echten Witwe ist aufgrund der Körperform möglich.
Die Große Fettspinne (Steatoda grossa) gehört zur Familie der Kugelspinnen (Theridiidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Sie ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien heimisch und bevorzugt synanthrope (an den Menschen und seine Siedlungen angepasste) Lebensräume. Weibchen erreichen eine Körperlänge von sechs bis zehn Millimetern, während Männchen kleiner bleiben. Ihre Lebensweise ist geprägt durch eine hohe Anpassungsfähigkeit an trocken-warme Mikroklimata in und an Gebäuden sowie in geschützten Gartenbereichen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →