Bild folgtKI-generierte IllustrationStellaria neglecta
Auch bekannt als: Großblütige Vogelmiere, Übersehene Miere, Auenwald-Sternmiere, Großblütige Vogel-Sternmiere
Typisch fuer die Auwald-Sternmiere (Stellaria neglecta) sind ihre zarten, weißen Blueten mit meist zehn Staubblaettern (maennliche Bluetenorgane) und die vergleichsweise großen, eifoermigen Blaetter. Wer diese Pflanze im Garten hat, besitzt einen wertvollen Indigen (einheimische Art), der sich perfekt als Bodendecker fuer schwierige, dunkle Ecken eignet. Sie stabilisiert den Boden in feuchten Bereichen und traegt zur Strukturvielfalt deines Gartens bei. Da sie bevorzugt auf nahrhaften Boeden waechst, zeigt sie dir direkt an, wo dein Garten besonders vital ist. Wenn du einen naturnahen Schattenplatz gestalten moechtest, bietet dir diese Sternmiere eine robuste und attraktive Loesung.
Der robuste Sternenteppich für schattige und feuchte Gartenwinkel.
Die Auwald-Sternmiere erfuellt eine wichtige Funktion als Bodenfestiger an schattigen Standorten. Durch ihren teppichartigen Wuchs schuetzt sie die Erdschicht vor Erosion (Abtragung durch Wasser oder Wind) und haelt das Mikroklima am Boden feucht. In der Krautschicht (bodennahe Pflanzenschicht) bietet sie zahlreichen Kleinstlebewesen Schutz und Deckung. Da sie eine einheimische Art ist, ist sie perfekt in den Stoffkreislauf unserer Region integriert. Ihre Samen reifen im Spaetsommer und dienen als natuerliche Nahrungsquelle fuer verschiedene bodenfressende Vögel.
Die Auwald-Sternmiere wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen sollten. Es besteht eine optische Verwechslungsgefahr mit der gewoehnlichen Vogelmiere (Stellaria media). Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal sind die Staubblaetter (maennliche Bluetenorgane): Die Auwald-Sternmiere hat meist zehn, die Vogelmiere oft nur drei bis fuenf.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.44 m
Waehle einen Standort im Halbschatten (halbtägige Besonnung), da die Pflanze keine pralle Mittagssonne vertraegt.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; achte darauf, dass die Erde niemals vollstaendig austrocknet.
Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen nahrhaften, fetten Boden, idealerweise mit Humus angereichert.
Die beste Pflanzzeit ist im Fruehjahr von Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Die Pflanze ist nicht mykorrhizierend (NM), sie benötigt also keine Symbiose mit Bodenpilzen zum Wachsen.
Eine Vermehrung ist leicht durch Teilung oder Aussaat moeglich, da sie sich an zusagenden Stellen gerne selbst ausbreitet.
Du musst die Pflanze kaum pflegen, solange die Feuchtigkeit des Bodens gewaehrleistet bleibt.
Gute Partnerin: Wald-Ziest (Stachys sylvatica) – beide Arten teilen die Vorliebe fuer feuchte, schattige Waldstandorte und bilden zusammen ein stabiles oekologisches Gefuege.
Die Auwald-Sternmiere gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und zur Ordnung der Nelkenartigen. Ihr natuerliches Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Oesterreich und die Schweiz, wo sie vor allem in Auwaeldern (Waelder an Fließgewaessern) vorkommt. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist die einzelne Haarleiste am Stängel, waehrend die Blueten deutlich groesser sind als bei der verwandten Vogelmiere. Sie bevorzugt Standorte mit guter Naehrstoffversorgung und ausreichender Feuchtigkeit.
1 Video zu Auwald-Sternmiere

•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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