Bild folgtKI-generierte IllustrationStercorarius skua (Brünnich, 1764)
Auch bekannt als: grosse Raul Möwe, große Raubmöwe, Skua
Die Große Raubmöwe (Stercorarius skua) ist ein kräftiger, dunkelbrauner Seevogel, dessen weiße Flügelflecken besonders im Flug auffallen. In Deinem Garten wirst Du diesen Gast vermutlich nur in absoluten Ausnahmefällen antreffen, etwa nach schweren Stürmen oder in der Nähe großer Binnengewässer. Diese Vögel sind für ihre mutige Lebensweise bekannt und agieren oft als Kleptoparasiten (Nahrungsschmarotzer), indem sie anderen Vögeln die mühsam erbeutete Nahrung abjagen. Ihre Ernährung ist rein tierisch und besteht vorwiegend aus Fisch, kleineren Vögeln oder organischen Resten. Als opportunistische Räuber (nutzen jede sich bietende Gelegenheit) nehmen sie auch Aas auf und erfüllen so eine wichtige Funktion im Ökosystem. Im Binnenland sind sie seltene Durchzügler, die auf ihrem Weg kurzzeitig rasten. Als Gärtner musst Du nichts Besonderes beachten, da das Tier keine Pflanzen frisst. Es ist schlicht ein faszinierender Anblick, einen so weitreisenden Hochseevogel einmal aus der Nähe beobachten zu können. Solltest Du ein erschöpftes Tier finden, ist eine fachgerechte Betreuung durch Experten sinnvoll.
Diese Vögel sind gesetzlich geschützt und für Menschen im Garten vollkommen harmlos. Da sie sehr wehrhaft reagieren können, solltest Du sie lediglich aus der Ferne beobachten und nicht bedrängen. Bei Funden verletzter oder sichtlich entkräfteter Tiere informiere bitte eine lokale Wildtierstation.
Die Große Raubmöwe gehört zur Familie der Raubmöwen (Stercorariidae) und ist in Mitteleuropa vor allem als seltener Gastvogel oder Durchzügler bekannt. Ursprünglich stammen diese Vögel aus den subarktischen Regionen des Nordatlantiks. Sie führen eine pelagische Lebensweise (auf dem offenen Meer lebend) und kehren nur zur Fortpflanzung an die Küsten zurück. In Deutschland, Österreich und der Schweiz treten sie meist unregelmäßig nach herbstlichen oder winterlichen Wetterereignissen auf.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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