Bild folgtKI-generierte IllustrationSterna dougallii
Auch bekannt als: Rosensseeschwalbe, Sterne de Dougall
Die Rosenseeschwalbe (Sterna dougallii) erkennst Du an ihrem sehr hellen Gefieder mit einem zarten rosa Hauch auf der Brust, der tiefschwarzen Kopfkappe und den auffallend langen äußeren Schwanzfedern. In Deinem Garten wirst Du diesen seltenen Gast nur antreffen, wenn Du in direkter Küstennähe wohnst, da er als spezialisierter Fleischfresser (Tier, das sich von anderen Tieren ernährt) fast ausschließlich kleine Fische aus dem Meer erbeutet. Dieser Vogel ist ein Langstreckenzieher (Vogel, der weite Distanzen zwischen Brut- und Überwinterungsgebieten zurücklegt) und verbringt den Winter in den warmen Regionen Afrikas. Seine Nester errichtet er als Bodenbrüter (Vogel, der sein Nest direkt auf dem Untergrund baut) in flachen Mulden, oft gut versteckt zwischen Steinen oder niedriger Ufervegetation. Da die Art keine pflanzliche Kost verwertet, kannst Du sie nicht mit klassischem Vogelfutter unterstützen. Der wichtigste Beitrag für ihr Überleben ist der Schutz ungestörter Küstenstreifen vor menschlichen Einflüssen. Ihr typischer Ruf ist ein kurzes, scharfes "tü-vitt", das sie meist im Flug ausstößt. In herkömmlichen Gärten im Binnenland ist sie ein seltener Irrgast und benötigt dort keine speziellen Nist- oder Futterhilfen.
Die Rosenseeschwalbe ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt und gilt in Deutschland als vom Aussterben bedroht. Brutkolonien dürfen wegen der extremen Störungsempfindlichkeit niemals betreten werden. Eine Verwechslung mit anderen Seeschwalbenarten ist für Laien leicht möglich.
Die Rosenseeschwalbe gehört zur Familie der Laridae (Möwenverwandte) und zur Ordnung der Regenpfeiferartigen. Weltweit verbreitet, ist sie in Mitteleuropa ein extrem seltener Brutvogel an den Meeresküsten. Von der ähnlichen Flußseeschwalbe (Sterna hirundo) unterscheidet sie sich durch den deutlich längeren Schwanz, das hellere Gefieder und den im Prachtkleid meist schwarzen Schnabel. Ihre Lebensweise ist hochgradig an maritime Lebensräume und das Vorkommen kleiner Schwarmfische gebunden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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