Bild folgtKI-generierte IllustrationStipa pulcherrima
Auch bekannt als: Stipa pulcherrima
38
Arten
interagieren
44
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem faellt das Große Federgras (Stipa pulcherrima) durch seine bis zu 50 Zentimeter langen, silbrig-glaenzenden Grannen (borstenartige Fortsaetze an den Samen) auf, die wie feine Reiherfedern im Wind wehen. Dieses Gras ist ein echtes Juwel fuer den Naturgarten, da es als Charakterart fuer den Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) gilt und in der freien Natur stark gefaehrdet ist. Besonders spezialisierte Falter wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) profitieren von dieser Pflanze als Lebensraum. In deinem Garten setzt du mit diesem Gras nicht nur optische Akzente, sondern leistest einen aktiven Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen sonnigen, eher naehrstoffarmen Platz hast, wird dich dieses Gras jedes Jahr aufs Neue begeistern.
Stark gefaehrdetes Silberhaar: Ein sicherer Hafen fuer seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten ist das Große Federgras eine wichtige Futter- und Strukturpflanze fuer spezialisierte Schmetterlinge. Insbesondere der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Gelbwuerfelige Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) nutzen diese Graslandschaften. Auch seltenere Arten wie der Gelbwuerfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) sind in diesen Lebensraeumen zu finden. Da die Pflanze stark gefaehrdet ist, dient sie im Garten als Trittsteinbiotop fuer die Vernetzung bedrohter Populationen. Die Samen bieten zudem eine mechanische Besonderheit, da sie sich bei Feuchtigkeitsschwankungen aktiv in den Boden bohren.
Das Große Federgras ist nicht kindersicher, da die langen Grannen sehr spitz sind und bei Beruehrung in die Haut oder Kleidung eindringen koennen. Es besteht zwar keine Vergiftungsgefahr, aber die mechanische Reizung durch die scharfen Fortsaetze kann unangenehm sein. Achte besonders darauf, das Gras nicht direkt an engen Gartenwegen zu pflanzen, damit man nicht versehentlich mit den Augen in die Halme geraet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.65 m
Das Große Federgras ist ein klassischer Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Naehrstoffbedarf) und braucht daher einen mageren, gut durchlaessigen Boden. * Waehle einen vollsonnigen Standort, da Schatten die Vitalitaet mindert. * Der Boden sollte trocken sein; Staunaesse vertraegt das Gras gar nicht. * Eine Duengung ist nicht erforderlich und waere sogar kontraproduktiv fuer die Standfestigkeit. * Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen Maerz und Mai oder im Herbst von September bis Ende November. * Im Fruehjahr solltest du die alten Halme vorsichtig ausputzen, aber nicht radikal zurueckschneiden, bevor der Neuaustrieb beginnt. * Die Vermehrung erfolgt am besten durch Aussaat im Fruehjahr. * Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, verbessert sie langfristig die Bodenstruktur. * Gute Partnerin: Die Kartaeuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) - beide teilen die Vorliebe fuer trockene, kalkreiche Standorte und bilden ein harmonisches Bild.
Das Große Federgras gehoert zur Familie der Sueßgraeser (Poaceae) und ist vor allem in den waermebeguenstigten Regionen Deutschlands und Oesterreichs heimisch. Sein natuerlicher Lebensraum sind sonnenexponierte Felshaenge und Trockenrasen auf kalkhaltigem Untergrund. Morphologisch zeichnet es sich durch einen horstigen Wuchs und die extrem langen, behaarten Grannen aus, die dem Windtransport der Samen dienen. Mit dem Status der Roten Liste 2 gilt es als stark gefaehrdet, was seine Kultivierung im Garten oekologisch besonders wertvoll macht.
38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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