Bild folgtKI-generierte IllustrationStrix nebulosa J.R.Forster, 1772
Auch bekannt als: Lappland-Eule
Der Bartkauz (Strix nebulosa) ist eine auffällig große Eule mit einem markanten, grauen Gefieder, einem ausgeprägten Schleier (das rundliche Gesicht) aus konzentrischen Ringen und leuchtend gelben Augen. In der Dämmerung ist oft sein dumpfes, rhythmisches Rufen zu vernehmen. Als reiner Fleischfresser ernährt sich dieser Greifvogel vorwiegend von kleinen Säugetieren, die er dank seines hervorragenden Gehörs selbst unter einer Schneedecke ortet. Seine Brutplätze findet er meist in verlassenen Horsten anderer großer Vögel oder auf abgebrochenen Baumstümpfen. In unseren Breiten gilt er als Standvogel (ein Vogel, der das ganze Jahr im Brutgebiet bleibt) oder Strichvogel (ein Vogel, der im Winter nur kurze Strecken wandert). Wenn Sie das Glück haben, ein solches Tier in der Nähe Ihres Gartens zu wissen, sollten Sie morsche Bäume und Totholz unbedingt erhalten. Künstliche Nisthilfen werden nur selten angenommen, da er natürliche Strukturen bevorzugt. Ruhe ist das wichtigste Gut für diesen seltenen Gast, besonders während der Balzzeit im Spätwinter. Ein naturnaher Garten mit offenen Flächen bietet ihm die nötige Jagdgrundlage für die Mäusejagd. Vermeiden Sie den Einsatz von Giften gegen Nagetiere, um die Nahrungskette nicht zu belasten.
Diese Eulenart ist streng geschützt und darf an ihren Ruhe- oder Brutplätzen keinesfalls gestört werden. Eine Verwechslungsgefahr besteht aufgrund der imposanten Größe und Färbung am ehesten mit dem Habichtskauz (Strix uralensis).
Der Bartkauz gehört zur Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae) innerhalb der Ordnung der Eulen (Strigiformes). Sein Verbreitungsgebiet umfasst die nördlichen Regionen von Eurasien, wobei er in Mitteleuropa heimisch ist. Charakteristisch ist das Fehlen von Federohren, was ihn deutlich vom Uhu (Bubo bubo) unterscheidet. Seine Lebensweise ist dämmerungs- und nachtaktiv, wobei er eine hohe Standorttreue zeigt. Er gilt als einer der größten Vertreter seiner Familie.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →