Bild folgtKI-generierte IllustrationStrix uralensis
Mit seinem graubraun längsgestreiften Gefieder, dem hellen Gesichtsschleier und den großen, dunklen Augen ist der Habichtskauz (Strix uralensis) eine beeindruckende Erscheinung in waldnahen Gärten. Dieser Greifvogel (ein Vogel, der Fleisch frisst) erreicht eine Spannweite von über einem Meter und fällt durch seinen tiefen, resonanten Ruf auf. In der Dämmerung und nachts jagt er vor allem kleine Säugetiere und andere Vögel. Als Standvogel (ein Vogel, der das ganze Jahr im Brutgebiet bleibt) kannst Du ihn auch im Winter beobachten. Seine Eier legt er bevorzugt in Baumhöhlen oder nutzt verlassene Horste (große Nester) anderer Vögel. In Deinem Garten profitiert er besonders von sehr altem Baumbestand, der natürliche Höhlungen bietet. Du kannst ihn zudem unterstützen, indem Du spezielle, sehr großformatige Nistkästen in mindestens sechs Metern Höhe anbringst. Eine naturnahe Gartengestaltung hilft indirekt, da ein gesundes Ökosystem ausreichend Beutetiere bereitstellt. Da er während der Brut empfindlich auf Störungen reagiert, solltest Du in dieser Zeit auf größere Baumarbeiten verzichten.
Der Habichtskauz ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt, weshalb seine Brutplätze nicht gestört werden dürfen. Während der Jungenaufzucht verteidigt er sein Nest sehr entschlossen gegen Eindringlinge. Vorsicht ist geboten, da die Tiere bei einer empfundenen Bedrohung im direkten Umfeld des Nestes auch gegenüber Menschen Angriffsflüge starten können.
Der Habichtskauz (Strix uralensis) gehört zur Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae) innerhalb der Ordnung der Eulen (Strigiformes). Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Nord- und Osteuropa bis nach Asien, wobei in Deutschland und Österreich erfolgreiche Wiederansiedlungen stattfinden. Er bewohnt bevorzugt strukturreiche Mischwälder mit hohem Altholzanteil. Von dem ähnlichen Waldkauz (Strix aluco) unterscheidet er sich durch seinen deutlich längeren, keilförmigen Schwanz und die markante Längsstreifung der Unterseite.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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