Bild folgtKI-generierte IllustrationStyphnolobium japonicum
Auch bekannt als: Japanischer Schnurbaum
An ihren markanten, gefiederten Blättern und den charakteristischen Fruchthülsen, die wie eine Perlenschnur eingeschnürt sind, lässt sich die Japanische Schnurhülse (Styphnolobium japonicum) sofort erkennen. In naturnahen Gärten ist sie vor allem wegen ihrer späten Blütezeit im Hochsommer wertvoll, wenn viele andere Gehölze bereits verblüht sind. Da sie Hitze und Trockenheit sehr gut verträgt, gilt sie als zukunftsfähiger Baum für das sich wandelnde Klima. Du schaffst mit ihr einen schattigen, aber lichtdurchfluteten Platz, der das ökologische Angebot in deiner Nachbarschaft sinnvoll ergänzt. Achte darauf, dass sie erst nach einigen Jahren das erste Mal blüht, sich das Warten für dich aber definitiv lohnt.
Hitzefester Schattenspender: Die späte Nektar-Oase für heiße Hochsommertage.
Da keine spezifischen Beziehungsdaten zu einzelnen Insektenarten vorliegen, ist die allgemeine ökologische Bedeutung durch die späte Blütezeit hervorzuheben. Die Blüten erscheinen erst im Hochsommer, wenn die meisten heimischen Bäume ihre Blühphase längst beendet haben. In dieser Zeit stellt die Japanische Schnurhülse ein reichhaltiges Nektarangebot für fliegende Bestäuber bereit. Die späte Blüte fungiert als wichtige Nahrungsbrücke in einer sonst blütenarmen Phase des Gartenjahres. Da der Baum sehr robust gegenüber Hitze ist, bleibt die Nektarproduktion auch an extrem heißen Tagen stabil. Dies macht ihn zu einem verlässlichen Anlaufpunkt für die Insektenwelt, wenn das Umland bereits verblüht ist.
Achtung: Die Pflanze ist in allen Teilen, besonders in den Früchten und Samen, giftig und daher nicht als kindersicher einzustufen. Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit mit der Robinie (Robinia pseudoacacia), doch die Schnurhülse hat keine Dornen an den Trieben. Achte darauf, dass herabfallende Hülsen nicht von Haustieren oder Kindern verzehrt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
24.49 m
Standort: Wähle für die Japanische Schnurhülse (Styphnolobium japonicum) einen vollsonnigen und warmen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Sie zeigt sich anpassungsfähig, bevorzugt aber durchlässige, eher trockene bis frische Böden.
Kalkgehalt: Kalkhaltige Erden verträgt der Baum ausgesprochen gut.
Pflanzzeit: Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange kein Frost herrscht.
Wässern: In den ersten Jahren nach der Pflanzung solltest du bei Trockenheit regelmäßig gießen, damit sie gut anwächst.
Etablierung: Sobald der Baum fest verwurzelt ist, kommt er hervorragend mit sommerlichen Hitzeperioden zurecht.
Schnitt: Ein Rückschnitt ist aufgrund des harmonischen Wuchses meist nicht nötig, kann aber im Spätwinter erfolgen.
Kombinationsempfehlung: Unterpflanze den Baum mit dem Wiesen-Salbei (Salvia pratensis).
Ökologische Begründung: Diese heimische Art teilt die Vorliebe für sonnige, eher trockene Standorte und profitiert vom lichten Schatten der Baumkrone.
Die Japanische Schnurhülse gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler (Fabaceae) und kommt in unserer Region in Österreich vor. Sie wächst als mittelgroßer Baum mit einer breit ausladenden Krone und auffälligen, bis zu 25 Zentimeter langen Blattwedeln. Die Blätter sind unpaarig gefiedert (mehrere kleine Blättchen sitzen an einer Mittelrippe). Ihre cremeweißen Blüten erscheinen in großen Endrispen (verzweigte Blütenstände am Ende der Zweige) erst im Juli und August. Botanisch ist sie eng mit der Robinie verwandt, besitzt jedoch im Gegensatz zu dieser keine Dornen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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