Bild folgtKI-generierte IllustrationSyringa josikaea
Auch bekannt als: Ungarischer Flieder
Wer die Ungarische Flieder (Syringa josikaea) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Sie besticht durch ihre straff aufrechten, tiefvioletten Blütenrispen und die markanten, dunkelglänzenden Blätter. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Flieder blüht diese Art etwas später und verlängert so die Duftzeit in deinem Garten. Sie dient vor allem als wertvolles Schutz- und Nistgehölz für Vögel wie die Amsel (Turdus merula). Da sie sehr robust und anpassungsfähig ist, eignet sie sich hervorragend für naturnahe Hecken. Mit dieser Wahl förderst du die Strukturvielfalt und schaffst sichere Rückzugsorte für deine gefiederten Gartenbewohner.
Strukturstarkes Vogelschutzgehölz mit spätblühender violetter Pracht.
Die ökologische Bedeutung dieser Art liegt primär in ihrer Funktion als wertvolles Strukturgehölz. Aufgrund der dichten Verzweigung bietet sie ideale Nistmöglichkeiten für Heckenbrüter wie die Mönchsgrasmücke (Sylvia atricapilla). Während spezifische Bestäubungsdaten in der aktuellen Basis noch ergänzt werden, ist bekannt, dass die späte Blütezeit eine wichtige Brücke im Nahrungsangebot bildet. Im Winter bieten die verholzten Strukturen Überwinterungsplätze für verschiedene Insekten. Auch wenn keine quantitativen Nektarwerte vorliegen, bereichert sie als heimisches Gehölz die vertikale Diversität deines Gartens. Sie schützt den Boden vor Austrocknung und verbessert das Kleinklima.
Die Ungarische Flieder (Syringa josikaea) ist nicht als kindersicher eingestuft. Alle Pflanzenteile, insbesondere die Rinde und die unreifen Früchte, enthalten Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Übelkeit führen können. In Gärten mit kleinen Kindern solltest du darauf achten, dass keine Teile der Pflanze verschluckt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
3.24 m
Suche für den Strauch einen Platz in der vollen Sonne oder im Halbschatten aus.
Er kommt mit normalem Gartenboden gut zurecht, solange dieser mäßig feucht und nicht zu trocken ist.
Pflanze das Gehölz am besten zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Achte darauf, dass das Pflanzloch groß genug ist, damit sich die Wurzeln gut ausbreiten können.
Eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr unterstützt die Vitalität und die Blütenbildung.
Nach der Blüte kannst du die alten Blütenstände entfernen, um die Samenbildung zu begrenzen.
Ein starker Rückschnitt ist nur selten nötig, da der Strauch von Natur aus eine schöne Form behält.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Stecklinge, die du im Frühsommer schneidest.
Gute Partnerin: Die Hundsrose (Rosa canina) – beide teilen ähnliche Bodenansprüche und bilden zusammen ein undurchdringliches Dickicht für den Vogelschutz.
Die Ungarische Flieder (Syringa josikaea) gehört zur Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). In Deutschland und Österreich ist sie als etablierte Art heimisch und besiedelt ursprünglich Standorte in Gebirgsregionen. Botanisch zeichnet sie sich durch ihre breit-elliptischen Blätter aus, die auf der Unterseite auffällig blaugrün gefärbt sind. Als sommergrüner Strauch erreicht sie eine Höhe von etwa drei bis vier Metern. Ihr Wuchs ist deutlich straffer und weniger ausladend als bei vielen verwandten Zierformen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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