Bild folgtKI-generierte IllustrationTapinocyba affinis Lessert, 1907
Das Bergwald-Grubenköpfchen (Tapinocyba affinis) ist eine winzige, unauffällig gefärbte Spinne, die man aufgrund ihrer geringen Körpergröße von unter zwei Millimetern oft erst beim genauen Hinsehen in der Laubschicht bemerkt. In Deinem Garten lebt dieses heimische Tier vorwiegend am Boden oder in dichten Moospolstern. Als Jagdstrategie nutzt sie ein Baldachinnetz (ein waagerecht gespanntes, flächiges Gewebe), das sie dicht über dem Untergrund anlegt. Unter diesem Gespinst wartet sie als Lauerjäger geduldig auf Beutetiere, die auf das Netz fallen. Sobald ein kleines Insekt die Seidenfäden berührt, wird es von der Spinne durch das Netz hindurch von unten gepackt. In ihrem Habitat (Lebensraum) fungiert sie als wertvoller Nützling, der die Anzahl kleiner Insekten am Boden reguliert. Du kannst dieses Tier unterstützen, indem Du Strukturen wie Totholz oder eine natürliche Laubschicht in Deinem Garten belässt. Solche organischen Reste bieten der Spinne den notwendigen Schutz vor Austrocknung und Kälte. Entferne keine feinen Gespinste in Bodennähe, da diese für die Nahrungsaufnahme essenziell sind. Auf den Einsatz chemischer Mittel solltest Du verzichten, um die empfindliche Fauna der Bodenoberfläche zu schonen. Ein strukturreicher Garten mit Moos und Mulch ist der ideale Rückzugsort für diese nützliche Art. Da sie sehr scheu ist, wirst Du sie meist nur bei der vorsichtigen Gartenarbeit im Humus (der obersten, fruchtbaren Bodenschicht) entdecken.
Diese Spinne ist für den Menschen vollkommen harmlos, da sie aufgrund ihrer winzigen Kieferwerkzeuge die Haut nicht durchdringen kann. Es besteht kein Grund zur Sorge beim Kontakt mit Erde oder Laub, und eine Verwechslung mit giftigen Arten ist wegen der geringen Größe ausgeschlossen.
Das Bergwald-Grubenköpfchen (Tapinocyba affinis) gehört zur Familie der Baldachinspinnen (Linyphiidae) innerhalb der Ordnung der Webspinnen (Araneae). Die Art ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und weit verbreitet. Mit einer Körperlänge von meist weniger als zwei Millimetern zählt sie zu den Kleinstspinnen. Sie bevorzugt kühle, feuchte Standorte in der Bodenstreu (der Schicht aus zersetzendem Laub) oder in Moosen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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