Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum aequilobum
Auch bekannt als: Taraxacum aequilobum
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An seinen gleichmäßig geformten Blatträndern und der leuchtend gelben Korbblüte (Blütenstand aus vielen Einzelblüten) lässt sich der Gleichlappige Löwenzahn (Taraxacum aequilobum) sofort erkennen. Er ist weit mehr als nur ein Wildkraut: Als verlässliche Nektarquelle unterstützt er gezielt seltene Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia). In deinem Garten fungiert er als ökologischer Ankerpunkt, der besonders im Frühjahr das Überleben vieler Bestäuber sichert. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück echte Naturwiese direkt vor die Haustür. Du wirst staunen, wie viel Leben eine kleine Fläche mit dieser Art anziehen kann.
Unverzichtbare Tankstelle für seltene Scheckenfalter von April bis Juni.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine Schlüsselpflanze für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders die Gattung der Scheckenfalter profitiert massiv: Arten wie der Nordafrikanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii), Melitaea aetherie und Melitaea ornata nutzen ihn als Energiequelle. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) sucht die Blüten regelmäßig auf. Für die Insektenwelt ist der Löwenzahn aufgrund seiner langen Blütezeit von April bis Juni ein stabiler Nahrungslieferant. Im Spätsommer bieten die Samen zudem eine wichtige Nahrungsgrundlage für samenfressende Singvögel, die in den verblühten Köpfen nach Nahrung suchen.
Der Gleichlappige Löwenzahn wird als nicht kindersicher eingestuft. Der im Stängel enthaltene weiße Milchsaft kann bei Hautkontakt Irritationen auslösen und bei Verzehr größerer Mengen zu Unwohlsein führen. Bei versehentlichem Verzehr oder Hautreaktionen kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Mediterranean
Wähle einen vollsonnigen Platz, um die volle Blütenpracht zwischen April und Juni zu fördern.
Der Boden sollte nährstoffreich und mäßig feucht sein, ähnlich einer fetten Wiese.
Pflanzzeit Frühling: Nutze die Monate März bis Mai, um junge Pflanzen zu setzen.
Pflanzzeit Herbst: Von September bis November kannst du die Rosetten bei offenem Boden einsetzen.
Halte einen Pflanzabstand von 20 bis 25 Zentimetern ein, damit sich die Rosetten frei entfalten.
Eine zusätzliche Düngung ist in normalen Gartenböden nicht erforderlich; er ist ein genügsamer Zeiger für Stickstoff.
Lass die verblühten Köpfe stehen, wenn du die natürliche Ausbreitung durch den Wind fördern willst.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, die Pflanze zieht sich im Winter von selbst zurück.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie ergänzt das Nahrungsangebot ökologisch und teilt die Vorliebe für nährstoffreiche Standorte.
Der Gleichlappige Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen. Er wird in unserer Region als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine vor 1492 eingeführte Pflanzenart) eingestuft und ist unter anderem in Spanien heimisch. Sein natürlicher Lebensraum umfasst frische Wiesen und Weiden, wobei er als Mykorrhiza-Pflanze (AM) eine Symbiose mit Bodenpilzen eingeht. Morphologisch zeichnet er sich durch seine namensgebenden, ebenmäßig gelappten Blätter aus, die in einer grundständigen Rosette angeordnet sind und einen hohlen Stängel mit Milchsaft bilden.
2 Videos zu Gleichlappiger Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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