Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum altissimum
Auch bekannt als: Taraxacum altissimum
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Arten
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dokumentiert
Du erkennst den Hohen Löwenzahn (Taraxacum altissimum) an seinen leuchtend gelben Korbblüten (Blütenstand aus vielen Einzelblüten), die an kräftigen Stielen deutlich höher in den Himmel ragen als bei seinen Verwandten. Diese seltene Art ist ein wahrer Segen für spezialisierte Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Kleinen Scheckenfalter (Melitaea varia). Da er in der Roten Liste geführt wird, leistest du mit seiner Ansiedlung einen echten Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Er bereichert deine Wildblumenwiese durch seine Ausdauer und späte Blüte bis in den Juli hinein. Hol dir dieses botanische Goldstück als besonderen Hingucker in deinen Naturgarten.
Seltener Goldbringer: Die exklusive Nektarquelle für bedrohte Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine existenzielle Nahrungsquelle für bedrohte Falter. Besonders Scheckenfalter wie Melitaea ornata, Melitaea varia und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) fliegen die Blüten zwischen Mai und Juli gezielt an. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzt das reiche Nektarangebot. Für die Bodenökologie ist die Pflanze durch ihre Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) wertvoll, da sie das Netzwerk nützlicher Bodenpilze unterstützt. Die Samen bieten im Spätsommer eine natürliche Futterquelle für Vögel der offenen Landschaft.
Der Hohe Löwenzahn ist als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält in allen Teilen einen weißen Milchsaft (bitterer Pflanzensaft), der bei Kontakt zu Hautirritationen führen kann und nicht verzehrt werden sollte. Bei versehentlicher Einnahme oder Hautreaktionen kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Mediterranean
Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre volle Wuchshöhe und Blütenpracht erreicht.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr ab März oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Boden: Der Untergrund sollte tiefgründig sein, um der kräftigen Pfahlwurzel ausreichend Raum zu bieten.
Wasser: In der Anwachsphase ist regelmäßiges Gießen wichtig, etablierte Pflanzen sind sehr robust.
Pflege: Lass die verblühten Samenstände als Pusteblumen stehen, wenn du die natürliche Versamung fördern willst.
Rückschnitt: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, die Rosette zieht sich im Winter zurück.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet ihre Samen durch den Wind über federleichte Schirmchen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie bevorzugt ähnliche Standorte und ist ebenfalls eine wichtige Nektarpflanze für Scheckenfalter.
Der Hohe Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen. In der Region gilt er als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) und ist aufgrund seiner Seltenheit in der Roten Liste Deutschlands verzeichnet. Er lebt in einer Arbuskulären Mykorrhiza (AM), einer engen Symbiose zwischen Wurzeln und Bodenpilzen, die ihm bei der Nährstoffaufnahme hilft. Typisch ist seine tiefe Pfahlwurzel und die bodenständige Blattrosette, aus der die markanten Blütenstiele entspringen.
3 Videos zu Hoher Löwenzahn



6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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