Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum ancistrolobum
Auch bekannt als: Taraxacum ancistrolobum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den charakteristischen hakenförmig gebogenen Seitenlappen der Blätter lässt sich der Hakenlappige Löwenzahn (Taraxacum ancistrolobum) sofort erkennen. Er ist weit mehr als nur ein gelber Farbtupfer im Rasen, denn er dient spezialisierten Schmetterlingen als wertvolle Energiequelle. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren beispielsweise Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) von seinem Nektarangebot. Wenn du also eine ökologisch wertvolle Ecke in deinem Garten schaffen willst, solltest du diesem heimischen Archäophyten (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder einheimisch ist) unbedingt Raum geben.
Wichtige Nektartankstelle für seltene Scheckenfalter von April bis Juni.
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Für die Artenvielfalt in deinem Garten ist dieser Löwenzahn ein echter Gewinn. Nach aktuellen Beobachtungen nutzen ihn diverse Scheckenfalter-Arten als Nektarpflanze, darunter der Südliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Große Scheckenfalter (Melitaea aetherie). Auch der seltene Nordafrikanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) und der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) wurden an den Blüten beim Nektarsaugen dokumentiert. Die Pflanze bietet während ihrer Hauptblütezeit im Frühjahr eine verlässliche Nahrungsquelle, wenn viele andere Wiesenblumen noch nicht so weit sind. So unterstützt du gezielt den Erhalt seltener Falterpopulationen in deiner Region.
Der Hakenlappige Löwenzahn gilt als nicht kindersicher. Der in den Stängeln und Blättern enthaltene weiße Milchsaft kann bei Hautkontakt Irritationen auslösen oder bei Verzehr größerer Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Achte daher darauf, dass kleine Kinder beim Spielen im Garten nicht mit dem Saft in Berührung kommen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Mediterranean
Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte nährstoffreich und frisch sein, also weder komplett austrocknen noch staunass stehen.
Die beste Pflanzzeit im Frühjahr ist von März bis Mai, damit sich die Pfahlwurzel gut etablieren kann.
Achte beim Pflanzen auf einen Abstand von etwa 25 Zentimetern zu Nachbarpflanzen.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Wurzelsymbiose) ausbildet, verzichte auf mineralische Kunstdünger, um die Bodenpilze zu schonen.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Selbstaussaat der typischen Pusteblumen-Samen.
Wenn du den Wuchs begrenzen willst, entferne die verblühten Köpfe vor der Samenreife.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) — sie besiedelt ähnliche Standorte und ergänzt das Nahrungsangebot für Insekten perfekt.
Der Hakenlappige Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und innerhalb der Gattung Taraxacum zur Gruppe der Wiesenlöwenzähne. Er wächst bevorzugt in frischen, nährstoffreichen Wiesen und Weiden der gemäßigten Zonen. Morphologisch zeichnet er sich durch die tief eingeschnittenen Blätter aus, deren Lappen oft auffällig nach hinten oder hakenförmig gebogen sind. Als indigene Art, die auch als Archäophyt eingestuft wird, ist er perfekt an unser Klima angepasst und geht eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) vom AM-Typ ein, was seine Nährstoffaufnahme optimiert.
2 Videos zu Hakenlappiger Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →