Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum atactum
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Schon von weitem fällt Taraxacum atactum durch seine leuchtend gelben Korbblüten auf, die auf hohlen Stängeln über einer Rosette aus tief gezähnten Blättern stehen. Dieser Löwenzahn ist weit mehr als ein bloßes Beikraut, denn er dient spezialisierten Insekten als unersetzliche Tankstelle. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders seltene Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) von seinem Nektar. Da die Art als ungefährdet gilt, kannst du sie bedenkenlos in deinem Garten fördern. Wenn du in einer naturnahen Ecke ein wenig Wildnis zulässt, schaffst du wertvollen Lebensraum. Trau dich ruhig, dieses vitale Wildkraut als festen Bestandteil deiner Gartenkultur zu akzeptieren.
Wichtige Nektarquelle für seltene Scheckenfalter wie Melitaea phoebe.
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Dieser Löwenzahn ist eine zentrale Nahrungsquelle für eine Vielzahl von Tagfaltern. Nach aktuellen Bestäubungsdaten nutzen Arten wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) das Nektarangebot. Auch für Scheckenfalter wie Melitaea aetherie, Melitaea ornata und den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) ist die Pflanze von Bedeutung. Während der Blütezeit bietet sie hochkonzentrierte Energie für diese Fluginsekten. Im weiteren Jahresverlauf sind die reifenden Samen eine wichtige Nahrungsquelle für körnerfressende Vögel. Als Archäophyt ist die Art perfekt in das lokale Ökosystem integriert und stabilisiert die Nahrungskette in deinem Garten.
Bitte beachte, dass Taraxacum atactum nicht als kindersicher eingestuft wird. Der in den Stängeln und Blättern enthaltene weiße Milchsaft kann bei Hautkontakt allergische Reaktionen oder Reizungen hervorrufen. Auch der Verzehr größerer Mengen der Pflanzenteile ist für Kinder und Haustiere nicht ratsam, da dies zu Unwohlsein führen kann.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Mediterranean
Die beste Zeit, um junge Pflanzen zu setzen, ist das Frühjahr von März bis Mai.
Alternativ kannst du im Herbst zwischen September und November pflanzen, solange der Boden noch offen und frostfrei ist.
Wähle einen Standort mit normalem Gartenboden, da die Art sehr anpassungsfähig ist.
Ein durchlässiger Untergrund ist wichtig, um Staunässe an der tiefgehenden Pfahlwurzel zu vermeiden.
Da die Pflanze eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM - eine Symbiose mit nützlichen Bodenpilzen) bildet, solltest du auf mineralische Dünger verzichten.
Ein lebendiger Boden mit organischem Material unterstützt die Pflanze optimal bei der Nährstoffaufnahme.
Wenn du die Selbstaussaat im Garten kontrollieren möchtest, schneide die verblühten Köpfe vor der Samenreife ab.
Für ein natürliches Bild lässt du die Samenstände stehen, damit sie als Vogelfutter dienen können.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die fliegenden Samen während der Sommermonate.
Als gute Nachbarin im Beet bietet sich der Gewöhnliche Hornklee (Lotus corniculatus) an.
Beide Arten teilen sich ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich hervorragend in ihrem ökologischen Wert.
Diese Kombination fördert eine Vielzahl von heimischen Bestäubern durch ein gestaffeltes Nahrungsangebot.
Taraxacum atactum gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Ursprünglich in Spanien beheimatet, ist die Art in unseren Breiten als Archäophyt (eine Pflanzenart, die vor der Entdeckung Amerikas 1492 eingeführt wurde) etabliert. Morphologisch ist sie durch ihre kräftige Pfahlwurzel und die grundständige Blattrosette gekennzeichnet. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose zwischen Wurzeln und Bodenpilzen zur besseren Nährstoffaufnahme. Auf der Roten Liste wird sie aktuell als ungefährdet geführt.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →