Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum bessarabicum
Auch bekannt als: Taraxacum bessarabicum
Wer den Bessarabischen Löwenzahn (Taraxacum bessarabicum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Er besticht durch seine sehr schmalen, fiederspaltigen Blätter (tief eingeschnittene Blattränder) und die leuchtend gelben Korbblüten (Blütenstände aus vielen Einzelblüten). Da er später im Jahr blüht als der gewöhnliche Löwenzahn, bietet er Insekten eine wichtige Nahrungsquelle in einer Zeit, in der das Angebot oft schon knapper wird. Du machst mit dieser Wahl alles richtig, wenn du gezielt den Erhalt seltener regionaler Arten unterstützen möchtest. Mit diesem Spezialisten holst du dir ein echtes Stück Naturgeschichte direkt ans Haus.
Seltener Spezialist aus Österreich: Späte Blüte für maximale Vielfalt.
Nach aktuellen Beobachtungen zur Blühbiologie dient diese Art als wichtige Tankstelle für Bestäuber, da ihre Blütezeit oft bis in den Spätsommer hineinreicht. Während viele andere Wiesenpflanzen bereits Samen bilden, finden Insekten hier noch reichhaltig Nektar und Pollen. Die Samen, die an kleinen Fallschirmen (Papi) haften, bieten im Herbst eine willkommene Nahrung für verschiedene heimische Vogelarten. Durch seine Anpassung an spezielle Bodenverhältnisse fördert er eine diverse Bodenfauna. Da die Bestände in der freien Natur in Österreich zurückgehen, fungiert jeder Gartenstandort als Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für den Erhalt dieser spezialisierten Flora. Auch ohne spezifische Bestäuberlisten in der Datenbank ist die ökologische Aufwertung durch diese seltene heimische Art unumstritten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Aug – Sep
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanze den Bessarabischen Löwenzahn idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Art sehr lichtbedürftig ist.
Der Boden sollte mineralisch und gut durchlässig sein; schwere, verdichtete Erde ist zu vermeiden.
Da er in der Natur auf salzhaltigen Böden vorkommt, verträgt er mineralische Substrate hervorragend.
Gieße die Pflanze in der Anwachsphase regelmäßig, vermeide aber unbedingt Staunässe (stehendes Wasser im Wurzelbereich).
Eine Düngung ist nicht erforderlich, da die Art an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist.
Die Vermehrung erfolgt am einfachsten über die Aussaat der Samen im Spätsommer.
Schneide verblühte Stängel erst im Spätwinter zurück, um den Samenstand als natürliche Ressource zu erhalten.
Gute Partnerin: Die Salz-Aster (Tripolium pannonicum) – beide Arten teilen sich in Österreich ähnliche Lebensräume und ergänzen sich optisch sowie ökologisch hervorragend.
Der Bessarabische Löwenzahn (Taraxacum bessarabicum) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). In unserer Region ist er primär in Österreich heimisch, wo er vor allem auf Binnensalzstellen (salzhaltige Böden im Landesinneren) vorkommt. Er zeichnet sich morphologisch (gestaltlich) durch seine zierliche Wuchsform und die charakteristischen, oft rötlich überlaufenen Hüllblätter (Blättchen direkt unter dem Blütenkopf) aus. Als Halophyt (Salzpflanze) hat er sich an schwierige Bodenverhältnisse angepasst, die für viele andere Pflanzen unbewohnbar sind.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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