Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum brachyglossum
Du erkennst den Kurzblütigen Löwenzahn (Taraxacum brachyglossum) an seinen tief eingeschnittenen Blättern und den vergleichsweise kleinen, hellgelben Blütenköpfen. Als Spezialist für extrem trockene Standorte ist er ein wertvoller Bewohner für karge Gartenbereiche, in denen andere Pflanzen aufgeben. Die Art lebt in einer engen Gemeinschaft mit der AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), einem nützlichen Wurzelpilz, der die Nährstoffaufnahme verbessert. Durch seine Genügsamkeit fördert er die Vielfalt auf mageren Böden und bietet eine stabile Bodenbedeckung. Wenn du Sandböden oder Steingärten hast, ist dieser robuste Überlebenskünstler genau die richtige Wahl für dich.
Der Überlebenskünstler für karge Sandböden und heiße Steingärten.
Dieser Löwenzahn zeichnet sich durch seine Symbiose mit der AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) aus, einem Wurzelpilz, der die Bodenstruktur verbessert und den Gasaustausch fördert. Da für diese spezifische Art keine detaillierten Bestäubungsdaten in der Datenbank vorliegen, liegt ihre ökologische Bedeutung vor allem in der Besiedlung extremer Nischen. Sie fungiert als Pionierpflanze auf offenen Sandstellen und festigt den Boden in erosionsgefährdeten, trockenen Lagen. In den Wintermonaten dienen die am Boden anliegenden Rosetten als schützendes Habitat für verschiedene bodenbewohnende Kleinstlebewesen. Die Art trägt somit zur Stabilisierung spezialisierter Lebensräume bei, die für die regionale Artenvielfalt essenziell sind.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Aug
Bioregion
Mediterranean
Standort: Bevorzugt vollsonnige Plätze in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen).
Boden: Der Boden sollte sandig, kiesig und sehr durchlässig sein; Staunässe verträgt die Pflanze nicht.
Pflanzzeit: Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Wasserbedarf: Extrem gering; nach dem Anwachsen kommt die Art ohne zusätzliche Wassergaben aus.
Düngung: Nicht erforderlich, da die Pflanze an nährstoffarme Bedingungen angepasst ist.
Vermehrung: Geschieht meist natürlich durch Flugsamen, die durch den Wind verbreitet werden.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, das Belassen der Fruchtstände fördert die natürliche Verjüngung.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) - beide teilen die Vorliebe für magere, trockene Standorte und bilden eine ökologisch wertvolle Pflanzengemeinschaft.
Der Kurzblütige Löwenzahn (Taraxacum brachyglossum) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er wird als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingeführt) eingestuft und ist unter anderem in Spanien (Spain) sowie in trocken-warmen Regionen Mitteleuropas verbreitet. Typischerweise besiedelt er Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Morphologisch unterscheidet er sich vom gewöhnlichen Löwenzahn durch rötlich überlaufene äußere Hüllblätter (Blattorgane direkt unter dem Blütenkorb) und seine insgesamt zierlichere Gestalt. In der Roten Liste wird die Art als derzeit nicht gefährdet geführt.
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•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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