Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum bracteatum
Auch bekannt als: Taraxacum bracteatum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer den Rotnervigen Löwenzahn (Taraxacum bracteatum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die markanten, purpurrot gezeichneten Mittelnerven bilden einen faszinierenden Kontrast zum tiefen Grün der Blattrosette. In Deinem Garten ist dieser seltene Korbblütler ein echtes Juwel, da er mit dem Status 3 auf der Roten Liste als gefährdet eingestuft ist. Besonders seltene Schmetterlinge wie der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) oder der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) finden in seinen Blüten wertvolle Nahrung. Mit dieser Pflanze holst Du Dir ein Stück schützenswerte Natur direkt vor die Haustür. Probiere es aus und biete diesem bedrohten Spezialisten einen Platz in Deinem Beet.
Rote Liste-Schönheit: Ein seltener Nektar-Schatz für bedrohte Scheckenfalter.
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Der Rotnervige Löwenzahn ist eine wertvolle Nektarquelle für spezialisierte Schmetterlingsarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) und der Ätherie-Scheckenfalter (Melitaea aetherie) von diesem Angebot. Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) besuchen die Blüten im Mai. Da die Art auf der Roten Liste 3 (gefährdet) steht, leistet jeder Bestand im Garten einen Beitrag zum Erhalt der genetischen Vielfalt. Für Vögel bieten die späteren Samenstände eine kleine, aber energiereiche Futterquelle. Zudem verbessert die Mykorrhiza-Verbindung die biologische Aktivität und Struktur Deines Gartenbodens.
Der Rotnervige Löwenzahn wird als nicht kindersicher eingestuft. Der enthaltene Milchsaft kann bei Hautkontakt Reizungen verursachen, was als Kontaktallergie (allergische Reaktion bei Berührung) bekannt ist. Von einem Verzehr ist daher abzusehen. Eine Verwechslung mit giftigen Doppelgängern ist aufgrund der charakteristischen roten Blattaderung unwahrscheinlich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Mediterranean
Wähle für den Rotnervigen Löwenzahn einen vollsonnigen Platz in Deinem Garten aus.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher nährstoffarm sein, um Staunässe zu vermeiden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Da die Pflanze eine Symbiose mit Bodenpilzen eingeht, solltest Du auf mineralischen Dünger verzichten.
Mäßiges Gießen ist ausreichend, da die Art gut an trockene Phasen angepasst ist.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über die flugfähigen Samen nach der Blüte.
Achte darauf, dass konkurrenzstarke Gräser die Rosette nicht vollständig beschatten.
Ein Rückschnitt der Blätter vor dem Winter ist nicht nötig, da sie als natürlicher Schutz dienen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) ist eine ideale Begleiterin.
Beide Arten teilen ähnliche Bodenansprüche und ergänzen sich hervorragend in der Förderung bedrohter Scheckenfalter-Arten.
Der Rotnervige Löwenzahn (Taraxacum bracteatum) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und wird taxonomisch als Indigen oder Archäophyt (eine vor 1492 eingeführte Pflanzenart) geführt. Sein ursprünglicher Verbreitungsschwerpunkt liegt in Spanien, doch er bereichert auch unsere heimische Flora an geeigneten Standorten. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre grundständige Blattrosette und die typischen gelben Korbblüten aus, die auf hohlen Stängeln sitzen. Eine ökologische Besonderheit ist die arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine spezialisierte Lebensgemeinschaft zwischen den Pflanzenwurzeln und Bodenpilzen.
2 Videos zu Rotnerviger Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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