Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum caninum
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Schon von weitem fällt Taraxacum caninum durch seine leuchtend gelben Korbblüten (viele Einzelblüten in einem Kopf) auf, die wie kleine Sonnen im Beet wirken. Dieser spezielle Löwenzahn aus dem Mittelmeerraum ist weit mehr als ein gewöhnliches Wildkraut, denn er dient als lebensnotwendige Futterquelle für seltene Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia). Wenn du in deinem Garten einen Beitrag zum Erhalt dieser bedrohten Vielfalt leisten willst, ist dieser robuste Südländer ein spannender Gast. Probier es einfach mal in einer sonnigen Ecke aus und beobachte, welche geflügelten Gäste die Blüten besuchen.
Ein Stück Spanien im Garten: Schlaraffenland für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Löwenzahn eine zentrale Tankstelle für spezialisierte Falterarten. Besonders Scheckenfalter profitieren von dem Nektrangebot, darunter der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Spanische Maivogel (Euphydryas desfontainii) und der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia). Auch seltene Arten wie der Aetherie-Scheckenfalter (Melitaea aetherie) und Melitaea ornata nutzen die Pflanze als Lebensgrundlage. Sogar der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) wird von den leuchtenden Blüten angelockt. Da die Pflanze mehrjährig ist, bietet sie über Jahre hinweg eine verlässliche Nahrungsquelle in deinem Naturgarten und stabilisiert so die lokalen Insektenpopulationen.
Achtung, die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Der im Stängel enthaltene weiße Milchsaft (ein klebriger Pflanzensaft) kann bei Hautkontakt Reizungen auslösen und sollte keinesfalls verzehrt werden. Erkläre Kindern am besten, dass die Pusteblumen zwar zum Pusten da sind, die frischen Stängel aber nicht gepflückt werden sollten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Mediterranean
Wähle für diesen Löwenzahn einen vollsonnigen Platz mit gut durchlässiger Erde, da er als südeuropäische Art viel Licht und Wärme benötigt. Ein eher magerer (nährstoffarmer) Boden ist ideal, damit die Pflanze kompakt bleibt und nicht von wüchsigeren Gräsern verdrängt wird. Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist. Achte beim Setzen darauf, die lange Pfahlwurzel gerade in das Pflanzloch zu führen. Da die Art eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit nützlichen Bodenpilzen) bildet, solltest du auf mineralische Kunstdünger verzichten. Gießen ist nur bei extremer Trockenheit im ersten Jahr nötig. Die Vermehrung klappt am besten über die flugfähigen Samen der Pusteblumen im Frühsommer. Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, es sei denn, du möchtest die Selbstaussaat begrenzen.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide Arten teilen ähnliche Ansprüche an sonnige Magerwiesen (trockene, nährstoffarme Standorte) und ergänzen sich ökologisch hervorragend.
Taraxacum caninum gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen. Die Pflanze ist in Spanien indigen (einheimisch) und wird in unseren Breiten oft als Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Art) betrachtet. Charakteristisch ist die bodenständige Blattrosette und eine kräftige Pfahlwurzel, die tief in das Erdreich vordringt. Als Arbuskuläre Mykorrhizapflanze (AM) lebt sie in einer engen Symbiose mit Bodenpilzen, was ihre Nährstoffaufnahme verbessert. Morphologisch ähnelt sie dem heimischen Löwenzahn, ist jedoch besonders an trockene, warme Standorte angepasst.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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