Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum commixtum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Taraxacum commixtum verrät sich durch seine leuchtend gelben Korbblüten und die typische Rosettenform, die wir alle vom klassischen Löwenzahn kennen. Als Biologe schätze ich diese Art besonders, weil sie eine spezialisierte Nische auf mageren Böden besetzt und damit die Vielfalt im Garten erhöht. Besonders Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Schmuck-Scheckenfalter (Melitaea ornata) steuern die Blüten gezielt an. Wenn du einen sonnigen, eher nährstoffarmen Platz in deinem Garten hast, ist dieser Löwenzahn ein wunderbarer Beitrag zum Artenschutz. Schau doch mal genau hin, wer sich auf den gelben Blüten zur Brotzeit trifft!
Frühlings-Tankstelle für den seltenen Flockenblumen-Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine essenzielle Nahrungsquelle für eine Vielzahl von Tagfaltern. Besonders profitieren Arten wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Nordafrikanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii). Auch seltenere Gäste wie der Ätherische Scheckenfalter (Melitaea aetherie) und der Kleine Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) nutzen das Nektarangebot im Frühjahr. Da die Blütezeit bereits im April beginnt, bietet die Pflanze Energie in einer Phase, in der viele andere Wiesenblumen noch im Wachstum sind. Durch die Pfahlwurzel trägt sie zudem zur Bodenlockerung bei und fördert das mikrobielle Leben im Erdreich.
Die Pflanze ist als nicht kindersicher eingestuft. Der enthaltene weiße Milchsaft kann bei Hautkontakt zu Irritationen führen und sollte nicht in die Augen gelangen. Bei versehentlichem Verzehr großer Mengen kann es zu Bauchschmerzen kommen; in solchen Fällen ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Mediterranean
Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Lichtwert 7), damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfaltet.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, Staunässe ist jedoch zu vermeiden.
Setze die Pflanze in mageres Substrat (Ellenberg Nährstoffwert 3); auf überdüngten Flächen wird sie schnell von Gräsern verdrängt.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Wenn dein Gartenboden zu fett ist, kannst du den Pflanzplatz mit Sand abmagern (Drainage verbessern).
Lass verblühte Köpfe ruhig stehen, damit sich die Schirmchen-Samen im Wind verteilen können.
Eine Pflege in Form von Düngung ist nicht notwendig, da die Art an karge Bedingungen angepasst ist.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie hat ähnliche Ansprüche an Licht und Nährstoffe und ergänzt das ökologische Angebot perfekt.
Dieser Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und wird in unserer Region als Indigen oder Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Art) eingestuft, wobei sein ursprünglicher Verbreitungsschwerpunkt unter anderem in Spanien liegt. Er siedelt sich bevorzugt auf Lichtstandorten an, die als Schwachzehrer-Standorte (magerer Boden mit wenig Stickstoff) bekannt sind. Morphologisch zeichnet er sich durch seine Pfahlwurzel und die Fähigkeit zur Mykorrhiza-Symbiose (AM: eine Lebensgemeinschaft mit nützlichen Bodenpilzen) aus. In der Roten Liste wird er in der Kategorie D (Daten unzureichend) geführt, was seine Seltenheit und Schutzwürdigkeit unterstreicht.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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