Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum croceiflorum
Auch bekannt als: Taraxacum croceiflorum
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Safrangelbe Löwenzahn durch seine warme, goldgelbe Blütenfarbe auf. Du erkennst ihn an den typischen, tief gezackten Blättern, die in einer Rosette direkt am Boden liegen. Für deinen Naturgarten ist er ein echter Gewinn, da er spezialisierten Schmetterlingen wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder dem Bergwiesen-Scheckenfalter (Melitaea varia) eine verlässliche Nahrungsquelle bietet. Mit dieser Art förderst du gezielt die Artenvielfalt, die auf herkömmlichen Rasenflächen oft verschwunden ist. Setze ihn einfach an einen sonnigen Platz und schau zu, wie das Leben in deinen Garten einkehrt.
Seltener Farbtupfer: Die wichtige Lebensgrundlage für seltene Scheckenfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Löwenzahn eine unverzichtbare Futterpflanze für eine Reihe seltener Scheckenfalter. Zu den wichtigsten Nutznießern gehören der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii), der Algerische Scheckenfalter (Melitaea aetherie) und der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata). Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) fliegen die safrangelben Blüten gezielt an. Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, ist sie fest in das ökologische Netzwerk des Bodens eingebunden. Für die genannten Falter stellt sie eine zentrale Energiequelle dar, die besonders in strukturarmen Landschaften den entscheidenden Unterschied für das Überleben einer lokalen Population machen kann.
Die Pflanze ist nicht als kindersicher eingestuft. Wie viele Korbblütler enthält sie einen weißen Milchsaft, der bei empfindlicher Haut Kontaktallergien oder Reizungen auslösen kann. Achte darauf, dass Kinder die Stängel nicht in den Mund nehmen, da der Verzehr zu Bauchschmerzen führen kann. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Doppelgängern besteht in unseren Gärten kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Mediterranean
Suche dir einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten aus.
Die Pflanze bevorzugt mäßig trockene bis frische Böden, die gerne etwas nährstoffreicher sein dürfen.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Achte beim Einsetzen darauf, dass der Boden tiefgründig gelockert ist, damit sich die kräftige Pfahlwurzel ungehindert entwickeln kann.
Gießen musst du meist nur in extremen sommerlichen Trockenphasen.
Da die Art eine AM-Mykorrhiza (eine vorteilhafte Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen) eingeht, solltest du auf mineralischen Dünger verzichten.
Die Vermehrung klappt ganz unkompliziert durch die Aussaat der Samen direkt nach der Reife.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, es sei denn, du möchtest die Selbstaussaat im Rasen begrenzen.
Im Februar kannst du bereits die alten Pflanzenreste entfernen, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.
Gute Partnerin: Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Ansprüche an Licht sowie Boden und ergänzen sich hervorragend in ihrer ökologischen Funktion für Insekten.
Der Safrangelbe Löwenzahn (Taraxacum croceiflorum) ist ein Vertreter der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen. Er wird als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingeführt) geführt, wobei sein Hauptverbreitungsgebiet in Spanien liegt. Er siedelt bevorzugt in sonnigen Wiesen und Weiden. Morphologisch besticht er durch seine Zungenblüten in einem satten Safrangelb und den hohlen Blütenstiel. Als typischer Pfahlwurzler erschließt er auch tiefere Bodenschichten und verbreitet sich effektiv über seine flugfähigen Samen.
2 Videos zu Safrangelber Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →