Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum cucullatum agg.
An den charakteristischen, oft kapuzenartig übergebogenen Hüllblättern unter der Blüte lässt sich (Taraxacum cucullatum agg.) sofort erkennen. Diese Pflanze, ein Aggregat (eine Gruppe sehr ähnlicher Kleinarten), ist eine indigene (ursprünglich hier heimische) Art, die botanisch gesehen zu den Löwenzähnen gehört. Da sie auf der Roten Liste D (Deutschland) geführt wird, ist sie eine wertvolle Ergänzung für Gärten, die den Erhalt seltener Wildpflanzen fördern wollen. Durch ihre Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Bodenpilzen) trägt sie zur Gesundheit deines Bodenlebens bei. Du kannst dieses seltene Gewächs gezielt in Steingärten oder alpinen Beeten einsetzen. Hast du schon einen passenden, eher kargen Platz für diese besondere Art reserviert?
Alpine Seltenheit: Schütze eine gefährdete Wildpflanze in deinem eigenen Garten.
Als indigene (ursprünglich heimische) Art spielt dieser Löwenzahn-Verwandte eine Rolle im lokalen Ökosystem, auch wenn spezifische Beziehungsdaten zu Insekten derzeit nicht vorliegen. Die Pflanze ist ökologisch bedeutsam durch ihre arbuskuläre Mykorrhiza (AM), welche die Stabilität und Nährstoffverfügbarkeit im Boden verbessert. Da sie auf der Roten Liste D geführt wird, dient ihre Kultivierung im Garten aktiv dem Artenschutz und dem Erhalt der genetischen Vielfalt. Sie stellt eine natürliche Nahrungsquelle dar, die in der freien Landschaft immer seltener wird. Ihr Erhalt stützt die komplexen Kreisläufe im Boden deines Gartens.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Mediterranean
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Wähle für die Pflanzung einen Standort, der mager und gut durchlässig ist, um Staunässe zu vermeiden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden offen ist.
Da die Art eine Verbindung mit Mykorrhiza-Pilzen (Bodenpilzen) eingeht, solltest du auf mineralische Dünger verzichten.
Die Bodenbeschaffenheit sollte eher nährstoffarm sein, um den natürlichen Ansprüchen dieser Gebirgsart gerecht zu werden.
Achte darauf, dass die Pflanze nicht von wüchsigeren Nachbarn überwuchert wird.
Eine Vermehrung ist über die Flugsamen möglich, die nach der Blüte reifen.
Da die Art nicht kindersicher ist, sollte sie außerhalb der Reichweite von Kleinkindern stehen.
Im Februar befindet sich die Pflanze noch in der Winterruhe und benötigt keine aktive Pflege.
Eine gute Partnerin ist das Alpen-Vergissmeinnicht (Myosotis alpestris).
Beide teilen ähnliche Ansprüche an kargere Standorte und ergänzen sich ökologisch in der Unterstützung der Bodenbiologie.
Die Pflanze gehört zur Gattung (Taraxacum) und wird als Aggregat zusammengefasst, was eine Gruppe von schwer unterscheidbaren Kleinarten beschreibt. Sie gilt als indigen (einheimisch), wobei Bestände unter anderem in Spanien dokumentiert sind. Morphologisch fällt sie durch ihre namensgebenden, kapuzenförmigen (cucullatum) Hüllblätter am Blütenkopf auf. Eine Besonderheit ist ihre arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine spezifische Form der Pilzsymbiose im Wurzelraum, die die Nährstoffaufnahme optimiert. In der Natur besiedelt sie bevorzugt Standorte, die den Bedingungen in Gebirgsregionen entsprechen.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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