Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum cyanolepis
Auch bekannt als: Taraxacum cyanolepis
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Arten
interagieren
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Interaktionen
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Auffällig sind die bläulich schimmernden Hüllblätter unter dem gelben Blütenkorb, an denen du den Blauschuppigen Löwenzahn (Taraxacum cyanolepis) sofort erkennst. Diese seltene Art ist ein wahrer Segen für deinen Garten, da sie spezialisierten Faltern wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) über viele Monate hinweg Nektar bietet. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Löwenzahn ist er eine botanische Besonderheit, die zeigt, dass du ein Auge für das Detail in der Natur hast. Wenn du eine lebendige Blumenwiese gestalten möchtest, solltest du diesen robusten Korbblütler unbedingt integrieren. Er dankt es dir mit einer Blütezeit, die fast das ganze Gartenjahr abdeckt.
Blütenpracht von April bis September: Ein Buffet für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine wertvolle Futterpflanze für Schmetterlinge. Besonders der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzen den Nektar. Auch seltenere Arten wie der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) und der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) werden durch das Angebot zwischen April und September gefördert. Die Pflanze lebt in Symbiose mit AM-Mykorrhiza (eine Form der Wurzelgemeinschaft mit Pilzen), was den Nährstoffkreislauf im Boden verbessert. Im Winter bieten die vertrockneten Blütenstände zudem Samen für Körnerfresser unter den Vögeln.
Bitte beachte, dass der Blauschuppige Löwenzahn als nicht kindersicher eingestuft wird. Der weiße Milchsaft in den Stängeln kann bei Kontakt mit der Haut oder den Augen Reizungen hervorrufen. Bei versehentlichem Verzehr größerer Mengen oder Hautreaktionen solltest du zur Sicherheit den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 kontaktieren.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Sep
Bioregion
Mediterranean
Wähle für die Aussaat oder Pflanzung einen sonnigen Standort, damit sich die Blütenköpfe täglich voll öffnen.
Der Boden sollte durchlässig und eher nährstoffreich sein, um eine kräftige Rosette zu fördern.
Pflanzzeit Frühling: Setze Jungpflanzen idealerweise zwischen März und Mai in die Erde.
Pflanzzeit Herbst: Eine Pflanzung ist auch von September bis November möglich, solange der Boden frostfrei ist.
Halte beim Einsetzen einen Pflanzabstand von etwa 25 Zentimetern ein, damit die Blätter am Boden genug Platz haben.
Pflegehinweis: Lasse einige Blütenstände zur Samenreife stehen, wenn du eine natürliche Vermehrung durch Selbstaussaat wünscht.
Eine Düngung ist im normalen Gartenboden meist nicht notwendig, da die Pfahlwurzel tiefe Schichten erschließt.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie hat ähnliche Standortansprüche und ergänzt das Nahrungsangebot für Insekten perfekt.
Der Blauschuppige Löwenzahn (Taraxacum cyanolepis) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), die sich durch ihre körbchenförmigen Blütenstände auszeichnen. Er wird als Archaeophyt (eine vor 1492 eingeführte Pflanzenart) oder indigen (einheimisch) eingestuft und hat seine natürlichen Vorkommen unter anderem in Spanien. Er besiedelt bevorzugt sonnige Standorte auf nährstoffreichen Böden. Ein markantes Merkmal sind seine äußeren Hüllblätter, die oft einen bläulichen Belag aufweisen. Die Pflanze bildet eine kräftige Pfahlwurzel und eine am Boden liegende Blattrosette aus, was ihr das Überleben in Wiesen ermöglicht.
2 Videos zu Blauschuppiger Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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