Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum diastematicum
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Auffällig sind die für Löwenzahn typischen, leuchtend gelben Korbblüten, die sich über einer Rosette aus tief gezähnten Blättern entfalten. Dieser seltene Löwenzahn ist weit mehr als ein gewöhnliches Beikraut, denn er dient als spezialisierte Nektarquelle für bedrohte Falter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia). Da die Art in Österreich heimisch ist, bringt sie ein Stück echte Alpenflora in deinen Naturgarten. Wer diese Pflanze bei sich ansiedelt, unterstützt aktiv den Erhalt seltener Insektengemeinschaften. Du wirst schnell bemerken, dass die Blütenpracht im Frühling ein wahrer Magnet für hungrige Schmetterlinge ist. Gönne diesem Spezialisten ein sonniges Eckchen in deinem Garten.
Spezialisierte Nektartankstelle für den seltenen Flockenblumen-Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine unverzichtbare Futterpflanze für eine Vielzahl von Scheckenfaltern. Besonders der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der seltene Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von dem energiereichen Nektarangebot. Auch für Wanderfalter wie den Amerikanischen Distelfalter (Vanessa virginiensis) stellt die Blüte eine wichtige Raststation dar. Da die Pflanze in Symbiose mit Bodenpilzen lebt, trägt sie zur Gesundheit des gesamten Boden-Ökosystems bei. Im Winter bieten die verblühten Fruchtstände zudem Nahrung für verschiedene Vogelarten, welche die ölhaltigen Samen schätzen. Durch die Ansiedlung förderst du somit ein komplexes Netzwerk aus Insekten, Pilzen und Vögeln.
Bitte beachte, dass die Pflanze als nicht kindersicher eingestuft wird. Der für Löwenzahn typische Milchsaft (Latexhaltiger Pflanzensaft) kann bei Kontakt mit empfindlicher Haut Reizungen auslösen oder bei Verzehr zu Magenbeschwerden führen. Eine Verwechslung mit stark giftigen Pflanzen ist aufgrund der charakteristischen Blattform und Blüte jedoch nahezu ausgeschlossen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Mediterranean
### Standort und Pflege
Wähle für die Pflanzung einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Der Boden sollte durchlässig und nicht zu stark gedüngt sein, um den natürlichen Charakter der Art zu bewahren.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Da die Art eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) eingeht, solltest du auf chemische Bodenverbesserer verzichten.
Halte den Boden im ersten Jahr offen, damit sich die Rosette gegen stark wuchernde Gräser durchsetzen kann.
Gießen ist nur bei langanhaltender Trockenheit notwendig, da die Pfahlwurzel tiefe Wasservorräte erreicht.
Eine Vermehrung erfolgt am einfachsten über die Flugsamen im Frühsommer.
Ein Rückschnitt der verblühten Stängel ist nicht erforderlich, wenn du eine Selbstaussaat wünscht.
In strengen Wintern benötigt die Pflanze keinen zusätzlichen Schutz, da sie an das Klima in Österreich angepasst ist.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide Arten teilen ähnliche Ansprüche und ergänzen sich hervorragend in einem regionalen Blühstreifen.
Taraxacum diastematicum gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist innerhalb der Ordnung der Asternartigen der Gattung Löwenzahn zugeordnet. Die Art ist in Spanien und Österreich heimisch und wird als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 heimisch war oder eingeführt wurde) eingestuft. Ein besonderes Merkmal ist die Verbindung mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM) – eine Pilzsymbiose, die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aus dem Boden aufzunehmen. Morphologisch ähnelt sie dem Gemeinen Löwenzahn, unterscheidet sich jedoch durch spezifische Details an den Hüllblättern der Blüte.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →