Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum ericinoides
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An den leuchtend gelben Korbblüten und den tief eingeschnittenen Blattrosetten lässt sich Taraxacum ericinoides sofort erkennen. Als extrem seltene Art der Roten Liste mit dem Status R ist dieser Löwenzahn ein echter Schatz für Kenner der Biodiversität. Er dient spezialisierten Schmetterlingen wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) als wichtige Nahrungsquelle. Da die Pflanze eine Arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) eingeht, fördert sie die Bodengesundheit in deinem Garten nachhaltig. Wenn du eine Vorliebe für botanische Raritäten hast und gefährdete Arten aktiv unterstützen möchtest, bereichert dieser Spezialist dein grünes Refugium.
Extrem seltene Kostbarkeit: Ein Rückzugsort für sechs bedrohte Scheckenfalterarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Löwenzahn eine lebenswichtige Ressource für seltene Tagfalter. Zu den Hauptnutznießern gehören der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia). Auch spezialisierte Arten wie der Schmuck-Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) profitieren direkt von seinem Nektarangebot. Selbst der seltene Berber-Scheckenfalter (Melitaea aetherie) nutzt die Pflanze gezielt. Im Winter dienen die verbliebenen Pflanzenteile als Rückzugsort für Kleinstlebewesen, während die Samen von Vögeln genutzt werden.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, da der enthaltene Milchsaft bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen kann. Eine Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit dem gewöhnlichen Löwenzahn, wobei Taraxacum ericinoides durch seine Seltenheit und spezifische ökologische Nische auffällt. In Haushalten mit kleinen Kindern sollte die Pflanze außerhalb der direkten Reichweite stehen.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Mediterranean
Wähle einen vollsonnigen Standort mit durchlässigem, eher magerem Boden.
Die Art ist angepasst an Verhältnisse, wie man sie in einem Xerothermrasen (warme, trockene Magerwiesen) vorfindet.
Die Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte beim Pflanzen darauf, dass der Boden offen und frostfrei ist.
Da die Pflanze eine Pilzsymbiose nutzt, solltest du auf mineralische Dünger komplett verzichten.
Gießen ist nur in der Anwachsphase oder bei extremer Trockenheit notwendig.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die flugfähigen Samen nach der Blüte.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Fruchtstände für die Natur stehen.
Gute Begleiterin: Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide Arten teilen ähnliche Standortansprüche und fördern die Insektenvielfalt.
Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales) zur formenreichen Gattung des Löwenzahns. Ursprünglich ist sie in Spanien beheimatet und wird in unseren Regionen als Indigen oder Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) geführt. Ein charakteristisches Merkmal ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine enge Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen, die die Nährstoffaufnahme verbessert. Die Wuchsform ist rosettig, wobei die Pfahlwurzel tief in den Boden dringt, um auch trockene Perioden zu überstehen.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →