Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum fagerstroemii
Auch bekannt als: Taraxacum fagerstroemii, Fagerstroem-Löwenzahn
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer Fagerströms Löwenzahn einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Er verrät sich durch seine leuchtend gelben Korbblüten und die tief gezackten Blätter, die flach am Boden liegen. Diese seltene Art ist ein echter Geheimtipp für Deinen Garten, da sie auf der Roten Liste steht und somit besonderen Schutz verdient. Besonders Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Spanische Maivogel (Euphydryas desfontainii) profitieren von seinem Nektarangebot. Indem Du diesem Spezialisten ein Plätzchen einräumst, unterstützt Du aktiv den Erhalt gefährdeter Arten. Probier es doch einfach mal in einer sonnigen Ecke Deines Gartens aus.
Seltene Nektarquelle: Unterstütze gefährdete Scheckenfalter in Deinem Garten!
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze eine wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Schmetterlingsarten. Besonders die Gruppe der Scheckenfalter nutzt die Blüten intensiv, darunter der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Spanische Maivogel (Euphydryas desfontainii) und der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia). Auch weitere Arten wie Melitaea aetherie, Melitaea ornata und der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) fliegen die Blüten gezielt an. Im Herbst bieten die Samenstände eine natürliche Nahrungsquelle für Vögel wie den Distelfink, der die nahrhaften Samen aus den Pusteblumen pickt. Durch die Arbuskuläre Mykorrhiza trägt die Pflanze zudem zur Gesundheit des Bodenökosystems bei.
Fagerströms Löwenzahn ist als nicht kindersicher eingestuft. Wie alle Vertreter seiner Gattung enthält er einen weißen Milchsaft (Latex), der bei Kontakt mit der Haut oder Schleimhäuten Reizungen hervorrufen kann. Es besteht keine akute Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten, dennoch sollten kleine Kinder beim Spielen im Garten beaufsichtigt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Mediterranean
Wähle einen vollsonnigen Standort, um dem Wärmebedürfnis dieser südeuropäischen Art gerecht zu werden.
Die Pflanze geht eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) ein, was sie widerstandsfähiger macht.
Verzichte auf Kunstdünger, da dieser die nützlichen Bodenpilze schädigen kann.
Pflanze den Löwenzahn im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Der Boden sollte durchlässig sein, damit keine Staunässe an der Pfahlwurzel entsteht.
Eine Jungpflanze im Fachhandel kostet meist nur wenige Euro und lässt sich leicht einsetzen.
In trockenen Sommern benötigt die etablierte Pflanze kaum zusätzliche Wassergaben.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die flugfähigen Samen im Sommer.
Achte darauf, dass konkurrenzstarke Gräser die Rosette nicht völlig überwuchern.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Ansprüche an Licht und Boden und bieten Schmetterlingen eine lückenlose Nektarfolge.
Fagerströms Löwenzahn (Taraxacum fagerstroemii) ist ein Korbblütler (Asteraceae) und wird in Deutschland als Archäophyt (eine vor 1492 durch den Menschen eingeführte Pflanzenart) oder indigen (einheimisch) eingestuft. Er ist auf der Roten Liste unter der Kategorie D verzeichnet, was auf eine Gefährdung hindeutet. Die Art ist ursprünglich in Spanien heimisch, was ihre Vorliebe für Wärme erklärt. Morphologisch ähnelt sie dem gewöhnlichen Löwenzahn, ist jedoch an spezialisierte Lebensräume wie Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) angepasst.
2 Videos zu Fagerströms Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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