Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum hepaticum
Auch bekannt als: Taraxacum hepaticum
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An den leberförmig gelappten Blättern lässt sich der Leberblättrige Löwenzahn (Taraxacum hepaticum) sofort erkennen. Diese seltene Art ist weit mehr als nur ein gewöhnliches Wildkraut und bringt alpine Robustheit in deinen Naturgarten. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) schätzen die im Mai erscheinenden, leuchtend gelben Korbblüten als lebenswichtige Energiequelle. Da die Pflanze indigen (einheimisch in Österreich) ist, fügt sie sich perfekt in ein ökologisches Gartenkonzept ein. Du tust der Artenvielfalt einen großen Gefallen, wenn du diesem spezialisierten Korbblütler eine ruhige Nische anbietest.
Exklusive Schmetterlingstankstelle: Ein Magnet für seltene Scheckenfalter im Mai.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine essenzielle Nahrungsquelle für eine Vielzahl spezialisierter Schmetterlinge. Besonders die Gattung der Scheckenfalter profitiert stark, darunter der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe). Auch seltenere Arten wie der Ockerfarbene Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Große Scheckenfalter (Melitaea aetherie) steuern die Blüten gezielt an. Im Mai bietet die Pflanze eine der wichtigsten Nektarquellen in trockenen Lebensräumen. Die flugfähigen Samen dienen zudem später im Jahr verschiedenen Vögeln als kleine, aber energiereiche Nahrungsergänzung.
Der Leberblättrige Löwenzahn wird als nicht kindersicher eingestuft. Der im Stängel enthaltene milchige Saft kann bei Kontakt mit empfindlicher Haut Reizungen verursachen oder bei Verzehr zu leichtem Unwohlsein führen. Im Falle einer Aufnahme größerer Mengen durch Kinder kontaktiere bitte zur Sicherheit den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Mediterranean
Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Art an warme und lichtreiche Standorte angepasst ist.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher nährstoffarm sein; Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Pflanzzeit im Frühling: März bis Mai nutzen, sobald der Boden offen und frostfrei ist.
Pflanzzeit im Herbst: September bis November einplanen, damit die Wurzel vor dem Winter Fuß fasst.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 cm ein, damit die Blattrosette ausreichend Licht erhält.
Auf Düngung solltest du komplett verzichten, um den mageren Charakter des Standorts zu erhalten.
Vermehrung geschieht ganz natürlich über die Flugsamen; lass die Pusteblumen für die Selbstaussaat einfach stehen.
Gute Partnerin: Das Frühlings-Fingerkraut (Potentilla neumanniana) – es liebt ebenfalls trockene Magerstandorte und blüht zeitgleich in harmonischem Gelb.
Der Leberblättrige Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist als Indigen (ursprünglich einheimisch) in Ländern wie Österreich und Spanien verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind oft Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wo er als Arbuskuläre Mykorrhizapflanze (AM) in einer engen Symbiose mit Bodenpilzen lebt. Diese Pilzgemeinschaft hilft ihm, in nährstoffarmen Böden zu überleben. Morphologisch fällt er durch seine spezielle Blattform auf, die an die Lappen einer Leber erinnert, was ihm auch seinen wissenschaftlichen Namen gab.
2 Videos zu Leberblättriger Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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