Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum hollandicum
Auch bekannt als: Taraxacum hollandicum
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Holländischen Löwenzahn (Taraxacum hollandicum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen leuchtend gelben Korbblüten (viele Einzelblüten auf einem scheibenförmigen Boden) und den charakteristisch gezackten Blättern ist er eine echte Kostbarkeit im Naturgarten. Da er auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefährdet geführt wird, ist seine Ansiedlung ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz. Besonders seltene Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) profitieren von seinem Nektarangebot. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück bedrohter Natur direkt in dein grünes Reich und unterstützt aktiv den Erhalt der Artenvielfalt.
Rote-Liste-Art: Werde zum Schutzpatron für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Löwenzahn eine lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Falter. Zu den Hauptbesuchern zählen der Große Scheckenfalter (Melitaea aetherie) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii). Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) sowie weitere Arten wie Melitaea ornata nutzen die Blüten als Energiequelle. Da die Pflanze als gefährdet (Rote Liste 3) gilt, stellt jedes Exemplar im Garten ein wichtiges Trittbiopolster für die Vernetzung bedrohter Populationen dar. Im Winter bieten die verblühten Köpfe zudem eine kleine, aber feine Nahrungsquelle für Samenfresser unter den Vögeln.
Bitte beachte, dass der Holländische Löwenzahn als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie alle Löwenzahnarten enthält er in den Stängeln einen weißen Milchsaft (Latex), der bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen kann. Bei Verzehr größerer Mengen kann es zu Unwohlsein oder Bauchschmerzen kommen, weshalb er außerhalb der Reichweite von spielenden Kleinkindern stehen sollte.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Mediterranean
Standort: Wähle einen hellen Platz in der vollen Sonne.
Boden: Die Erde sollte feucht bis wechselfeucht sein, da die Art empfindlich auf zu starke Austrocknung reagiert.
Nährstoffe: Als Pflanze der Roten Liste bevorzugt er eher magere Standorte; vermeide daher eine Überdüngung.
Mykorrhiza: Er profitiert stark von einem intakten Bodenleben mit AM-Pilzen (Wurzelpilze).
Pflanzzeit: Setze junge Rosetten entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich. Lass die verblühten Stängel für die Natur stehen.
Vermehrung: Er vermehrt sich über seine Flugsamen, die durch den Wind verbreitet werden.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Nachbarin ist die Kuckucks-Lichtnelke (Lychnis flos-cuculi). Beide Arten teilen sich gerne feuchtere Wiesenstandorte und bieten gemeinsam eine lange Blühspanne für Insekten.
Der Holländische Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen (Asterales). Er gilt in Mitteleuropa als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine Art, die vor 1492 eingeführt wurde). Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst unter anderem Spanien, doch auch bei uns besiedelt er als seltene Art spezialisierte Standorte. Er ist eng an eine Symbiose mit AM-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhizapilze, die im Wurzelraum beim Nährstofftausch helfen) gebunden. Morphologisch zeichnet er sich durch die typische Pfahlwurzel und die bodenständige Blattrosette aus.
2 Videos zu Holländischer Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →