Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum isophyllum
Auch bekannt als: Taraxacum isophyllum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer den Gleichblättrigen Löwenzahn (Taraxacum isophyllum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Auffällig sind seine leuchtend gelben Korbblüten (Zusammenschluss vieler kleiner Zungenblüten), die auf hohlen Stängeln über einer Rosette aus gleichmäßig geformten Blättern stehen. Für deinen Naturgarten ist diese seltene Art ein echter Gewinn, da sie spezialisierten Scheckenfaltern wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder dem Voralpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) als wichtige Nektarquelle dient. Mit dieser Pflanze holst du dir eine botanische Besonderheit in den Garten, die auf der Roten Liste steht. Du leistest damit einen aktiven Beitrag zum Erhalt einer bedrohten Wildpflanze.
Seltener Scheckenfalter-Magnet: Ein gelber Schatz für Kenner des Naturgartens.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Löwenzahn eine lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Tagfalter. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Voralpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) fliegen die gelben Blütenköpfe gezielt an. Auch seltenere Arten wie Melitaea aetherie oder Melitaea ornata profitieren von dem energiereichen Nektar. Die Arbuskuläre Mykorrhiza (Wurzelpilz-Verbindung) verbessert zudem die Bodenqualität und fördert die Vitalität benachbarter heimischer Pflanzen. Im Spätsommer bieten die Samen kleinen Singvögeln eine natürliche Nahrungsquelle für die Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Der typische weiße Milchsaft in den Stängeln kann bei empfindlicher Haut Kontaktallergien auslösen und führt bei Verzehr in größeren Mengen oft zu Magen-Darm-Beschwerden. Es besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem gewöhnlichen Löwenzahn, der jedoch ähnliche Eigenschaften besitzt und ebenfalls nicht zum Verzehr durch Kleinkinder geeignet ist.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Mediterranean
Suche einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus, idealerweise mit einem durchlässigen, eher mageren Boden.
Da die Pflanze Wärme liebt, sind geschützte Lagen wie Steingärten oder Trockenwiesen optimal.
Die ideale Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Achte beim Einsetzen darauf, die tiefgehende Pfahlwurzel nicht zu beschädigen oder zu knicken.
Gießen solltest du nur bei extremer Trockenheit, da die Pflanze durch ihre tiefen Wurzeln gut an Wasser gelangt.
Auf Dünger kannst du verzichten, da die Mykorrhiza (Pilzsymbiose) die Nährstoffaufnahme auf natürliche Weise unterstützt.
Die Vermehrung klappt am besten über die flugfähigen Samen, die sich nach der Blüte bilden.
Wenn du eine unkontrollierte Ausbreitung verhindern willst, kannst du die verblühten Köpfe vor der Samenreife kappen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich hervorragend in der Förderung der Insektenvielfalt.
Der Gleichblättrige Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und wird in unserer Region als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingeführt) eingestuft. Er bevorzugt warme Standorte und lebt in einer engen Arbuskulären Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), die ihn widerstandsfähig gegen Trockenheit macht. Die Art ist morphologisch an ihren charakteristischen Hüllblättern (Blattorgane am Blütenboden) erkennbar. Obwohl er ursprünglich auch in Regionen wie Spanien beheimatet ist, hat er seinen festen Platz in der Flora Mitteleuropas, auch wenn die Datenlage zu seinen Beständen oft als lückenhaft gilt.
2 Videos zu Gleichblättriger Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →