Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum laticordatum
Auch bekannt als: Taraxacum laticordatum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Breitherzförmigen Löwenzahn (Taraxacum laticordatum) an seinen namensgebenden, breit-herzförmigen Blättern und der leuchtend gelben Korbblüte. Als indigen (ursprünglich heimisch) eingestufte Art ist er ein wertvoller Baustein für deinen Garten, da er spezialisierten Schmetterlingen wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder dem Spanischen Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) eine wichtige Energiequelle bietet. Er ist weit mehr als nur ein Beikraut; er fördert aktiv die Artenvielfalt direkt vor deiner Terrassentür. Wenn du heimischen Faltern einen echten Dienst erweisen willst, ist dieser Löwenzahn eine kluge Wahl für deine Wiese.
Buntes Buffet für seltene Scheckenfalter: Heimisch, robust und ökologisch wertvoll.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Löwenzahn eine Lebensversicherung für eine Reihe seltener Schmetterlinge. Besonders die Gattung der Scheckenfalter profitiert, darunter der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii). Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) suchen die Blüten zur Nektaraufnahme auf. Durch seine Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen trägt er zur Gesundheit des Bodenökosystems bei. Die Samenreife im Frühsommer bietet zudem eine erste wichtige Nahrungsquelle für körnerfressende Singvögel.
Der Breitherzförmige Löwenzahn ist als nicht kindersicher eingestuft. Der im Stängel enthaltene weiße Milchsaft kann bei Hautkontakt zu Irritationen führen oder allergische Reaktionen auslösen. Bei versehentlichem Verzehr größerer Mengen durch Kinder oder Haustiere kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Mediterranean
Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz, damit die Blüten reichlich Nektar bilden.
Der Boden sollte tiefgründig und nährstoffreich sein, um der Pfahlwurzel Platz zu bieten.
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) ein.
Achte auf eine gleichmäßige Bodenfeuchte, Staunässe solltest du jedoch vermeiden.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) eingeht, verzichte auf chemische Dünger.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der Blüte verhindert die Selbstaussaat, falls du die Ausbreitung begrenzen möchtest.
Vermeide das Umpflanzen älterer Exemplare, da die Pfahlwurzel empfindlich reagiert.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) – sie teilt sich den Lebensraum und ergänzt das Gelb durch ihre violetten Blüten ökologisch wertvoll.
Der Breitherzförmige Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Österreich sowie Spanien beheimatet. In unseren Breiten gilt er als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 eingeführt wurde) oder als indigen. Er besiedelt bevorzugt frische Standorte und bildet eine tiefe Pfahlwurzel aus, die den Boden lockert. Eine Besonderheit ist seine Lebensgemeinschaft mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze), die im Boden ein feines Netzwerk bilden und die Pflanze mit Nährstoffen versorgen. Morphologisch fallen besonders die breiten, teils herzähnlichen Ansätze der Blattlappen auf.
2 Videos zu Breitherzförmiger Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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