Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum latissimum
Auch bekannt als: Taraxacum latissimum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Mit ihren auffällig breiten Grundblättern lässt sich diese Löwenzahn-Art sofort von herkömmlichen Verwandten unterscheiden. Der Breitblättrige Löwenzahn (Taraxacum latissimum) ist weit mehr als ein Gartenbeikraut; er ist eine ökologische Kostbarkeit, die in Deutschland auf der Roten Liste steht. Besonders seltene Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Kleine Scheckenfalter (Melitaea varia) sind auf sein Nektarangebot angewiesen. Wenn du dieser seltenen Wildpflanze einen Platz anbietest, förderst du aktiv den Erhalt der Artenvielfalt in deiner Nachbarschaft. Du wirst sehen, wie dankbar die Insektenwelt auf dieses heimische Buffet reagiert.
Seltener Überlebenskünstler: Ein gelber Leuchtturm für bedrohte Scheckenfalter.
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Dieser Löwenzahn ist eine lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Falter. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren insbesondere der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) und der Nordafrikanische Scheckenfalter (Melitaea aetherie) von den Blüten. Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzen ihn als Energiequelle. Die Samenstände bieten im Spätsommer Nahrung für heimische Singvögel. Durch seine tiefe Pfahlwurzel lockert er den Boden auf und trägt über die Mykorrhiza-Verbindung zur Gesundheit des gesamten Boden-Ökosystems bei. Mit der Anpflanzung unterstützt du eine Art, die in der freien Landschaft immer seltener wird.
Der Breitblättrige Löwenzahn wird als nicht kindersicher eingestuft. Der im Stängel enthaltene weiße Milchsaft kann bei Hautkontakt Reizungen auslösen oder bei Verzehr größerer Mengen zu Unwohlsein führen. In einem Naturgarten für Erwachsene ist er unproblematisch, sollte aber bei Anwesenheit von Kleinkindern mit entsprechender Vorsicht gepflanzt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Bioregion
Mediterranean
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Er bevorzugt nährstoffreiche, frische (leicht feuchte) Böden ohne Staunässe.
Pflanzabstand: Halte etwa 25 Zentimeter Abstand ein, damit sich die Rosetten gut entfalten können.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Pflanze im Sommer versamen, um den Bestand zu sichern.
Vermehrung: Die Art vermehrt sich zuverlässig selbst über ihre flugfähigen Samen.
Sicherheit: Da die Pflanze als nicht kindersicher gilt, platziere sie lieber abseits von Spielecken.
Gute Partnerin: Die Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) — sie bevorzugt ähnliche Bodenverhältnisse und ergänzt das Nahrungsangebot für Bestäuber perfekt.
Der Breitblättrige Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen. Er gilt in unserer Region als indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Pflanzenart) und hat ein natürliches Hauptverbreitungsgebiet in Spanien. Als typische Pflanze nährstoffreicher Wiesen bildet er eine kräftige Pfahlwurzel und eine bodenständige Blattrosette aus. Ein besonderes Merkmal ist die AM-Mykorrhiza (eine Symbiose der Wurzeln mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen), die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aus dem Boden aufzunehmen.
2 Videos zu Breitblättriger Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →