Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum maculigerum
Auch bekannt als: Taraxacum maculigerum
Wer den Fleckenblättrigen Löwenzahn (Taraxacum maculigerum) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine Blätter sind mit markanten, dunklen Flecken übersät, die ihn deutlich von gewöhnlichen Arten abheben. Als Gärtner hältst du hier eine echte Rarität in den Händen, denn die Pflanze ist in unserer Region vom Aussterben bedroht (Rote Liste 1). Durch ihre extrem frühe Blüte ab Januar bietet sie den allerersten Hummelköniginnen und Wildbienen eine lebenswichtige Energiequelle in einer meist blütenlosen Zeit. Mit der Ansiedlung in deinem Garten leistest du einen direkten Beitrag zum Überleben einer hochgefährdeten heimischen Art. Hol dir dieses botanische Juwel als wertvollen Frühblüher in deine naturnahe Anlage.
Vom Aussterben bedroht: Deine Rettungsinsel für seltene Frühaufsteher.
Mit einer Blütezeit von Januar bis Juni gehört diese Art zu den wichtigsten Frühaufstehern im Ökosystem. Wenn kaum eine andere Pflanze Nahrung bietet, liefert dieser Löwenzahn bereits hochwertigen Nektar und Pollen für überwinternde Insekten. Da keine spezifischen Bestäubungsdaten vorliegen, zeigt die Erfahrung, dass vor allem Generalisten wie die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) davon profitieren. Die Samenreife im Frühsommer bietet zudem eine frühe Nahrungsquelle für Samenfresser unter den Vögeln, wie etwa den Stieglitz (Carduelis carduelis). Da die Pflanze auf der Roten Liste 1 steht, ist jede Ansiedlung im Garten ein aktiver Baustein zur Rettung der regionalen Biodiversität.
Bitte beachte, dass dieser Löwenzahn als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie alle Vertreter der Gattung enthält er in den Stängeln einen weißen Milchsaft (Latex), der bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen kann. Sollten Pflanzenteile in größeren Mengen verzehrt werden, kann dies zu Unwohlsein führen. Im Notfall erreichst du den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jan – Jun
Bioregion
Mediterranean
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen bis halbschattigen Platz, damit die Pflanze genug Licht für die frühe Blüte im Januar bekommt.
Der Boden sollte gut durchlässig sein; vermeide Staunässe, besonders in den Wintermonaten.
Pflanzzeit im Frühling ist von März bis Mai, im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 15 bis 20 Zentimetern ein, damit sich die Blattrosetten frei entfalten können.
Verzichte auf Kunstdünger, um die wichtige Symbiose mit den Bodenpilzen (Mykorrhiza) nicht zu stören.
Lass verblühte Stängel stehen, damit sich die Samen im Juni verteilen und die Art erhalten bleibt.
Da er eine tiefe Pfahlwurzel bildet, ist er nach dem Anwachsen recht trockenheitsresistent.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie besiedelt ähnliche Standorte und ergänzt das Nahrungsangebot für Insekten im Sommer perfekt.
Der Fleckenblättrige Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist ein sogenannter Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder Indigen (ursprünglich einheimisch). Sein natürliches Verbreitungsgebiet reicht bis nach Spanien, doch auch bei uns besiedelt er lichte, offene Standorte. Das auffälligste Merkmal sind die dunklen Pigmentflecken auf der Blattoberfläche, die als Schutz oder Erkennungsmerkmal dienen. Er geht eine AM-Mykorrhiza ein, also eine Lebensgemeinschaft mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (Bodenpilzen), die ihn bei der Nährstoffaufnahme unterstützen. Aufgrund seiner extremen Seltenheit hat er einen sehr hohen naturschutzfachlichen Stellenwert.
3 Videos zu Fleckenblättriger Löwenzahn
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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