Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum melanthoides
Auch bekannt als: Taraxacum melanthoides
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Schwärzliche Löwenzahn (*Taraxacum melanthoides*) durch seine dunklen Hüllblätter unter dem gelben Blütenkopf auf. In deinem Naturgarten ist diese seltene Art ein wahrer Schatz, da sie spezialisierten Faltern wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (*Melitaea phoebe*) wertvollen Nektar bietet. Als Archäophyt (Pflanzenart, die vor 1492 eingeführt wurde) bringt sie eine spannende Geschichte in dein Beet. Wenn du auf der Suche nach einer robusten Pflanze für sonnige Plätze bist, die nicht jeder Nachbar hat, liegst du hier genau richtig. Hol dir dieses Stück Biodiversität direkt vor die Terrassentür.
Spanische Exotik für heimische Falter: Eine Rarität, die Trockenheit liebt.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine Lebensversicherung für seltene Schmetterlinge. Besonders Scheckenfalter wie der Spanische Scheckenfalter (*Euphydryas desfontainii*), der Flockenblumen-Scheckenfalter (*Melitaea phoebe*) und der Kleine Scheckenfalter (*Melitaea varia*) nutzen das Nektarangebot im Mai intensiv. Auch der Amerikanische Distelfalter (*Vanessa virginiensis*) wird regelmäßig an den Blüten gesichtet. Durch die frühe Blütezeit schließt die Pflanze eine wichtige Versorgungslücke für Insekten, die auf warme Mikroklimata angewiesen sind. Die Samen dienen zudem verschiedenen Kleinvögeln als erste proteinreiche Nahrung im Frühsommer.
Bitte beachte, dass der Schwärzliche Löwenzahn als nicht kindersicher eingestuft wird. Wie alle Löwenzahn-Arten enthält er in den Stängeln einen weißen Milchsaft, der bei Kontakt zu Hautreizungen oder bei Verzehr zu Unwohlsein führen kann. Im Falle von Vergiftungserscheinungen wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Mediterranean
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, der mindestens 6 bis 8 Stunden direkte Besonnung bietet.
Boden: Der Boden sollte mager (nährstoffarm) und sehr gut durchlässig sein; Staunässe verträgt die Pfahlwurzel nicht.
Pflanzzeit: Ideal ist das Frühjahr von März bis Mai oder der Herbst ab September, solange der Boden offen ist.
Bodenvorbereitung: Bei schweren Böden solltest du reichlich Sand oder feinen Kies einarbeiten, um eine Drainage (Wasserabfluss) zu gewährleisten.
Gießen: Nur in der Anwachsphase regelmäßig wässern, danach ist die Pflanze extrem trockenheitsresistent.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich willig über Selbstaussaat durch ihre Flugsamen.
Gute Partnerin: Die Echt-Schafgarbe (*Achillea millefolium*) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen Standortansprüche teilt und die Artenvielfalt im Beet ergänzt.
Der Schwärzliche Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (*Asteraceae*) und zur Ordnung der Asternartigen (*Asterales*). Ursprünglich in Spanien beheimatet, besiedelt er als Indigen oder Archäophyt trocken-warme Standorte. Typisch ist sein Vorkommen auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen), wo er mit seiner tiefen Pfahlwurzel auch längere Hitzeperioden übersteht. Morphologisch unterscheidet er sich von den allgegenwärtigen Wiesen-Löwenzähnen durch die namensgebende dunkle Pigmentierung der Blütenhüllblätter und seinen kompakten Wuchs.
2 Videos zu Schwärzlicher Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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