Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum pachylobum
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für Taraxacum pachylobum sind die tief eingeschnittenen, kräftigen Blattrosetten und die leuchtend gelben Korbblüten, die im April erscheinen. Da diese Art ursprünglich aus Spanien stammt und hier als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) gilt, bereichert sie unsere Gärten um eine seltene Facette der Biodiversität. Besonders Schmetterlinge wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Spanische Maivogel (Euphydryas desfontainii) profitieren von ihrem Nektarangebot. Wenn du in deinem Garten einen sonnigen, eher trockenen Platz frei hast, ist dieser Löwenzahn eine wunderbare Wahl für die ökologische Vielfalt. Du tust damit aktiv etwas für Arten, die man sonst nur noch selten zu Gesicht bekommt.
Frühlings-Tankstelle für seltene Scheckenfalter und spanisches Flair.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Löwenzahn eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Schmetterlingsarten. Zu den Besuchern zählen unter anderem der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Spanische Maivogel (Euphydryas desfontainii). Auch verschiedene Scheckenfalter wie Melitaea aetherie, der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) sowie Melitaea ornata und Melitaea varia nutzen den Nektar in der frühen Flugsaison. Da die Blütezeit streng auf den April begrenzt ist, bietet die Pflanze ein kritisches Zeitfenster für Insekten, die früh im Jahr Energie benötigen. Die Samen dienen später im Jahr kleinen Singvögeln als energiereiche Nahrung.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie alle Löwenzahn-Arten enthält sie in den Stängeln einen weißen Milchsaft (Latex), der bei empfindlicher Haut Kontaktallergien auslösen oder bei Verzehr größerer Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden führen kann. Im Falle von Vergiftungserscheinungen kontaktiere bitte den Giftnotruf 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Apr
Bioregion
Mediterranean
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit sich die Blüten zur Mittagszeit vollständig öffnen.
Boden: Der Boden sollte gut durchlässig und eher mager sein; Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Wasserbedarf: Die Pflanze ist an trockene Bedingungen angepasst; gießen ist nur bei extremer Frühjahrstrockenheit nötig.
Pflanzzeit: Idealerweise im März oder April, damit die Wurzel vor der Sommerhitze Fuß fassen kann.
Pflanzabstand: Halte etwa 20 bis 25 Zentimeter Abstand zu Nachbarpflanzen.
Düngung: Ein mäßiges Nährstoffangebot reicht völlig aus, zu viel Stickstoff fördert nur das Blattwachstum zulasten der Blüten.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet sich durch Flugsamen; wer das nicht möchte, schneidet die Köpfe vor der Samenreife ab.
Pflanzpartner: Das Echte Labkraut (Galium verum) ist eine hervorragende Begleiterin, da es ähnliche trockene Standorte liebt und das Gelb des Löwenzahns im Sommer mit feinen Blüten ergänzt.
Taraxacum pachylobum gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen. Die Art ist vor allem in Spanien heimisch, wird in Mitteleuropa jedoch als etablierter Archäophyt geführt. Als typischer Vertreter der Gattung Löwenzahn (Taraxacum) besiedelt sie bevorzugt offene, sonnige Standorte mit durchlässigen Böden. Morphologisch fällt sie durch ihre robusten, namensgebenden Blattlappen auf. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose (Lebensgemeinschaft) mit Bodenpilzen, die der Pflanze hilft, Nährstoffe wie Phosphor effizienter aufzunehmen.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →