Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum pachymerum
6
Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die goldgelben Blütenkörbe und die tief gezackten Blattrosetten, an denen man Taraxacum pachymerum als besonderen Vertreter der Löwenzähne erkennt. Für deinen Naturgarten ist diese Art ein echter Geheimtipp, da sie als seltene Pflanze (Rote Liste D – Datenlage ungenügend) die biologische Vielfalt bereichert. Sie dient als spezialisierte Futterpflanze für seltene Falter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Spanischen Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii). Wenn du diesem seltenen Gast ein sonniges Plätzchen bietest, leistest du einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz direkt vor deiner Haustür.
Seltene Nektaroase: Ein mediterraner Gast für unsere gefährdeten Scheckenfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze eine lebenswichtige Ressource für eine Vielzahl gefährdeter Schmetterlinge. Besonders der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) profitieren von dem Nektarangebot im Mai. Auch Scheckenfalter-Arten wie Melitaea aetherie, Melitaea phoebe, Melitaea ornata und Melitaea varia nutzen die Pflanze als Energiequelle. Durch die arbuskuläre Mykorrhiza (AM) fördert der Löwenzahn zudem ein gesundes Netzwerk aus Bodenpilzen, was die Bodenstruktur nachhaltig verbessert. Die fluffigen Samenstände bieten kleinen Vögeln im Frühsommer eine erste wichtige Nahrungsergänzung.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, da der weiße Milchsaft in den Stängeln bei Hautkontakt Reizungen verursachen kann. Achte darauf, dass Kinder die Pflanzenteile nicht in den Mund stecken. Bei Kontakt oder Verzehr ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Mediterranean
Wähle einen vollsonnigen Standort mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht.
Der Boden sollte durchlässig und eher nährstoffarm sein; fette Gartenböden magert man am besten mit Sand ab.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 25 cm ein, damit sich die Blattrosette gut entfalten kann.
Gießen ist nur bei extremer Trockenheit während der Anwachsphase nötig; Staunässe muss unbedingt vermieden werden.
Auf Dünger kannst du verzichten, da die Pflanze durch ihre Pilzsymbiose sehr effizient wirtschaftet.
Vermehrung erfolgt am einfachsten durch die Flugsamen nach der Blüte im Mai.
Gute Partnerin: Die Wilde Möhre (Daucus carota) – sie hat ähnliche Ansprüche an den Boden und verlängert das Blütenangebot für Insekten bis in den Spätsommer.
Taraxacum pachymerum gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und wird in unserer Region als Indigen oder Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Art) eingestuft, wobei sein Hauptvorkommen in Spanien liegt. Die Pflanze bevorzugt trockene, warme Standorte und ist an das Überleben in lückiger Vegetation angepasst. Eine Besonderheit ist ihre arbuskuläre Mykorrhiza (AM – eine Symbioseform, bei der Pilze in die Wurzelzellen eindringen), die ihr bei der Nährstoffaufnahme hilft. Trotz ihrer Seltenheit ist sie durch ihre Pfahlwurzel und die robuste Rosettenform gut an sommerliche Trockenphasen angepasst.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →