Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum pallescens
Auch bekannt als: Taraxacum pallescens
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu übersehen: Der Bleiche Löwenzahn (Taraxacum pallescens) besticht durch seine ungewöhnlich hellgelben Blütenköpfe, die deutlich blasser wirken als die seiner Verwandten. Er ist ein wertvoller Zuzügler für den Naturgarten, da er gezielt spezialisierte Falter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und den Feurigen Scheckenfalter (Melitaea ornata) unterstützt. Da die Art in Deutschland auf der Roten Liste steht, hilfst du mit einer Ansiedlung direkt dabei, diese botanische Rarität zu erhalten. Er eignet sich hervorragend für sonnige, trockene Ecken, in denen andere Pflanzen aufgeben. Hol dir dieses Stück Wildnis in deinen Garten und schau beim Wachsen zu.
Blasse Schönheit mit großer Wirkung: Ein seltener Retter für Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine Lebensversicherung für seltene Scheckenfalter. Besonders Arten wie Melitaea aetherie, Melitaea varia und der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii) profitieren von seinem Nektarangebot. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) wird an den Blüten gesichtet. Durch die frühe Blütezeit ab April stellt er eine wichtige Energiequelle nach dem Winter dar. Da er auf der Roten Liste geführt wird, dient die Erhaltung im Garten auch als Gen-Reservoir für die heimische Biodiversität. Die Samen werden zudem gern von kleineren Singvögeln aufgepickt.
Der Bleiche Löwenzahn wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Löwenzahn-Arten enthält er in den Stängeln einen weißen Milchsaft, der bei empfindlicher Haut Kontaktallergien auslösen oder bei Verzehr größerer Mengen zu leichtem Unwohlsein führen kann. Ein vorsichtiger Umgang bei Gartenarbeiten ist daher ratsam.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Mediterranean
Wähle einen vollsonnigen Platz im Garten, der über viele Stunden direkte Sonneneinstrahlung verfügt.
Der Boden sollte mager, kalkhaltig und sehr gut durchlässig sein; vermeide Staunässe unbedingt.
Pflanzzeit ist im Frühling zwischen März und Mai oder im Herbst, solange der Boden noch offen ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 Zentimetern ein, um den Rosetten Platz zur Entfaltung zu geben.
In der ersten Zeit nach der Pflanzung mäßig wässern, danach ist die Art sehr trockenheitsresistent.
Eine Düngung ist nicht erforderlich und würde die konkurrenzschwache Pflanze eher schädigen.
Schneide die Samenstände nicht ab, wenn du eine natürliche Ausbreitung im Garten wünscht.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) – sie liebt ebenfalls sonnige Magerstandorte und ergänzt die Blütezeit ökologisch sinnvoll.
Der Bleiche Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist als Indigen oder Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) eingestuft. Er ist unter anderem in Spanien heimisch, kommt aber auch in unserer Region vor, bevorzugt in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Morphologisch fällt er durch seine hellen Zungenblüten und die typische Blattrosette aus. Als Pflanze mit einer AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen) ist er eng mit dem Bodenleben vernetzt, was seine Nährstoffaufnahme an kargen Standorten optimiert.
2 Videos zu Bleicher Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →