Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum pallidipes
Auch bekannt als: Taraxacum pallidipes
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist der Bleichfüßige Löwenzahn an seinen auffällig hellen, fast weißlichen Blattstielbasen und der goldgelben Korbblüte. In deinem Naturgarten ist diese Art ein wertvoller Baustein, da sie spezialisierten Schmetterlingen wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) eine wichtige Nahrungsquelle bietet. Da die Pflanze in Deutschland auf der Roten Liste geführt wird, leistest du mit ihrer gezielten Ansiedlung einen direkten Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Wenn du einen sonnigen, warmen Platz im Garten hast, ist dieser Löwenzahn genau die richtige Wahl für dich.
Rote-Liste-Art und Magnet für seltene Scheckenfalter in deinem Garten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine Lebensversicherung für spezialisierte Edelfalter. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) und Melitaea ornata steuern die Blüten gezielt an. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) profitiert von dem Nektarangebot im Frühjahr. Da der Bleichfüßige Löwenzahn bereits ab April blüht, stellt er eine kritische Nahrungsquelle in einer Zeit dar, in der viele andere Wiesenblumen noch im Wachstum sind. Im Winter dienen die stehengelassenen Rosetten zudem als Rückzugsort für bodennah lebende Insekten.
Bitte beachte, dass der Bleichfüßige Löwenzahn als nicht kindersicher eingestuft wird. Der in den Stielen enthaltene weiße Milchsaft kann bei Hautkontakt oder Verzehr Reizungen hervorrufen. Im Falle eines Unfalls wende dich bitte an den Giftnotruf unter der Telefonnummer 0228 19 240. Für Haustiere ist er in kleinen Mengen meist unproblematisch.
Licht
—
Feuchtigkeit
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Boden
—
Blütezeit
Apr – Jun
Bioregion
Mediterranean
Wähle einen vollsonnigen, warmen Standort, damit die Pflanze ihre volle Vitalität entfalten kann.
Der Boden sollte durchlässig und eher nährstoffarm sein; mische bei Bedarf Sand unter die Erde.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Halte beim Einsetzen einen Abstand von etwa 20 cm ein, um den Rosetten Platz zu geben.
Gießen ist nur bei extremer Trockenheit notwendig, da die Pfahlwurzel tief liegendes Wasser erreicht.
Verzichte auf Dünger, da die Art an magere Bedingungen angepasst ist.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert durch Selbstaussaat über die flugfähigen Samen.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie besiedelt ähnliche trockene Standorte und ergänzt das Nektarangebot perfekt.
Der Bleichfüßige Löwenzahn (Taraxacum pallidipes) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) in der Ordnung der Asterales. Er wird in unserer Region als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) eingestuft und stammt ursprünglich aus sonnigen Regionen wie Spanien. Als typische Rosettenpflanze bildet er eine tiefe Pfahlwurzel aus und bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Eine Besonderheit ist seine Bindung an die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Form der Pilzsymbiose, die die Nährstoffaufnahme im Boden verbessert.
2 Videos zu Bleichfüßiger Löwenzahn


6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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