Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum porrigens
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Schon von weitem fällt Taraxacum porrigens durch seine leuchtend gelben Korbblüten (viele Einzelblüten in einem kompakten Blütenkopf) auf, die sich über den charakteristischen Blattrosetten erheben. Diese spezielle Löwenzahn-Art ist für den Naturgarten von großem Wert, da sie nach aktuellen Bestäubungsdaten eine überlebenswichtige Nahrungsquelle für bedrohte Falter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) darstellt. Die Pflanze ist in Deutschland extrem selten und in Österreich heimisch, weshalb du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz leistest. Wenn du ein Herz für seltene Wildpflanzen hast, ist dieser Löwenzahn genau der richtige Gast für deinen Garten. Trau dich ruhig an diese botanische Besonderheit heran!
Seltener Überlebenskünstler: Die gelbe Kraftquelle für bedrohte Scheckenfalter.
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Dieser Löwenzahn ist eine wertvolle Tankstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Nach vorliegenden Daten profitieren insbesondere der Schafgarben-Scheckenfalter (Melitaea varia) und der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) von seinem Nektar. Auch für Arten wie Melitaea aetherie und Melitaea ornata ist die Blüte im Mai eine essenzielle Ressource. Da die Pflanze die Bodenstruktur durch ihre Mykorrhiza-Verbindung verbessert, fördert sie indirekt auch die Gesundheit benachbarter heimischer Gewächse. Im Winter dienen die vertrockneten Pflanzenreste oft kleinen Insekten als Versteck, während die Samen von Vögeln geschätzt werden.
Bitte beachte, dass Taraxacum porrigens als nicht kindersicher eingestuft wird. Der im Stängel enthaltene Milchsaft kann bei empfindlicher Haut Kontaktallergien auslösen und bei Verzehr zu leichten Magen-Darm-Beschwerden führen. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme größerer Mengen kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
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Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Mediterranean
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Blüten nur bei ausreichendem Licht vollständig öffnen.
Der Boden sollte tiefgründig sein, um der kräftigen Pfahlwurzel (senkrecht nach unten wachsende Hauptwurzel) Platz zu bieten.
Pflanzzeit im Frühling: März bis Mai; alternativ im Herbst von September bis November.
Achte auf eine gute Drainage (Wasserdurchlässigkeit), um Staunässe im Winter zu vermeiden.
Eine Düngung ist in normalen Gartenböden nicht erforderlich; die Art liebt eher magere bis mäßig nährstoffreiche Plätze.
Lasse die verblühten Köpfe stehen, wenn du eine Selbstaussaat durch die fliegenden Samen ("Pusteblumen") wünschst.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, das Entfernen alter Blätter im Frühjahr fördert jedoch den Neuaustrieb.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie besiedelt ähnliche Standorte und ergänzt das Nahrungsangebot für Insekten ideal.
Taraxacum porrigens gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und wird innerhalb der Botanik als Indigen (einheimisch) oder Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Art) eingestuft. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Spanien bis nach Österreich, wobei sie in Deutschland auf der Roten Liste geführt wird. Als Lebensraum bevorzugt sie offene Standorte, die oft durch eine Symbiose mit Bodenpilzen, der sogenannten AM-Mykorrhiza (arbuskuläre Mykorrhiza), begünstigt werden. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist der weiße Milchsaft in den hohlen Stängeln, der typisch für die gesamte Gattung ist.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →