Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum pulverulentum
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Typisch für den Bestäubungs-Löwenzahn (Taraxacum pulverulentum) sind seine namensgebend hell bepuderten Blätter und die strahlend gelben Blütenkörbe. Als seltener Vertreter unserer Flora, der in Deutschland auf der Roten Liste steht, ist er eine wertvolle Bereicherung für sonnige Magerstandorte. Besonders seltene Falter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) finden hier eine wichtige Nahrungsquelle. Wenn du einen trockenen, nährstoffarmen Platz im Garten hast, leistest du mit dieser Art einen echten Beitrag zum Artenschutz. Trau dich ruhig an diese botanische Besonderheit heran.
Seltene Überlebenshilfe: Die gelbe Tankstelle für gefährdete Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Löwenzahn eine lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Scheckenfalter. Zu den regelmäßigen Besuchern zählen der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Spanische Maivogel (Euphydryas desfontainii) und der Große Scheckenfalter (Melitaea aetherie). Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) und der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) nutzen die Blüten zur Energieaufnahme. Da die Art eine Arbuskuläre Mykorrhiza (Wurzelpilz-Symbiose) eingeht, fördert sie zudem ein gesundes Bodenleben. Im Winter bieten die verblühten Stängel kleinen Samen fressenden Vögeln eine willkommene Mahlzeit.
Die Pflanze ist nicht als kindersicher eingestuft. Wie alle Löwenzahn-Arten enthält sie in den Stängeln einen weißen Milchsaft (Latex), der bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen kann. Bei Verzehr größerer Mengen kann es zu leichten Magen-Darm-Beschwerden kommen, weshalb sie im Spielbereich kleiner Kinder eher nicht stehen sollte.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Mediterranean
Standort: Wähle den sonnigsten und wärmsten Platz in deinem Garten, idealerweise in Südausrichtung.
Boden: Die Erde sollte unbedingt durchlässig und eher nährstoffarm sein; Staunässe verträgt die Pfahlwurzel gar nicht.
Pflanzzeit: Setze junge Rosetten entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November in den Boden.
Wässern: Nur in der Anwachsphase gießen, danach kommt die Pflanze dank ihrer tiefen Wurzel wunderbar mit Trockenheit zurecht.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig, lass die Samenstände für die Vögel stehen.
Vermehrung: Die Pflanze versamt sich an geeigneten Stellen von selbst.
Dünger: Verzichte komplett auf Düngung, da die Art an kargen Boden angepasst ist.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Nachbarin ist die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) – beide teilen die Vorliebe für trockene Sonnenplätze und ergänzen sich hervorragend in ihrem Nutzen für Schmetterlinge.
Der Bestäubungs-Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) innerhalb der Ordnung der Asternartigen. Ursprünglich in Spanien beheimatet, wird er in unserer Region als Archäophyt (eine vor 1492 eingeführte Pflanzenart) eingestuft und ist in der Natur mittlerweile stark gefährdet. Er besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und zeigt die typische Wuchsform einer Rosette mit einer tiefreichenden Pfahlwurzel. Die Pflanze nutzt eine Arbuskuläre Mykorrhiza (eine Symbiose mit Bodenpilzen), um auch an kargen Standorten optimal mit Mineralstoffen versorgt zu werden.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →