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Taraxacum rubrisquameum
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Auch bekannt als: Taraxacum rubrisquameum
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Arten
interagieren
6
Interaktionen
dokumentiert
An den rötlich überlaufenen Hüllschuppen unter dem gelben Blütenköpfchen lässt sich der Rotschuppige Löwenzahn (Taraxacum rubrisquameum) sofort erkennen. Diese botanische Rarität ist als extrem selten (Rote Liste R) eingestuft und ein echter Spezialist für karge, sonnige Stellen. Er dient als lebenswichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Schmetterlinge wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Amerikanischen Distelfalter (Vanessa virginiensis). Wenn du in deinem Garten einen trockenen, nährstoffarmen Platz reservierst, leistest du einen direkten Beitrag zum Erhalt einer bedrohten Art. Schau genau hin – es lohnt sich, diesen seltenen Gast von den gewöhnlichen Verwandten zu unterscheiden.
Botanische Kostbarkeit: Rettungsanker für den seltenen Flockenblumen-Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine Schlüsselpflanze für seltene Schmetterlinge. Besonders die Scheckenfalter-Arten wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) oder Melitaea aetherie suchen ihn gezielt auf. Auch Wanderfalter wie der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) nutzen den Nektar auf ihren Routen. Da die Pflanze zu den bedrohten Arten gehört, bietet sie Nahrung für Insekten, die auf karge Standorte spezialisiert sind. Im Winter dienen die vertrockneten Samenstände zudem als kleine Kraftpakete für Vögel, die in der ausgeräumten Landschaft nach Futter suchen.
Achtung beim Gärtnern mit Kindern: Der Rotschuppige Löwenzahn gilt als nicht kindersicher. Wie alle Löwenzahn-Arten enthält er in den Stängeln einen weißen Milchsaft (Bitterstoffe), der bei Hautkontakt Irritationen auslösen kann und bei Verzehr in größeren Mengen zu Magenbeschwerden führt.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Mediterranean
Blatttyp
Breitblättrig
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Der Rotschuppige Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und innerhalb der Gattung Taraxacum zur Gruppe der Schwielenlöwenzähne. Ursprünglich in Spanien beheimatet, kommt er bei uns als seltener Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigene Art an xerothermen Standorten (trockene, warme Plätze) vor. Er zeichnet sich durch seine tief geschlitzten Blätter und die namensgebenden rötlichen Hüllblätter aus, die das Blütenkörbchen umschließen. Als Mykorrhizapflanze geht er eine Symbiose mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (Bodenpilze zur Nährstoffaufnahme) ein.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.