Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum sect. Obliqua
Auch bekannt als: Taraxacum sect. Obliqua
Artengruppe
Wer den Dünen-Löwenzahn (Taraxacum sect. Obliqua) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Er besticht durch seine typisch leuchtend gelben Korbblüten und die charakteristisch geformten Blätter, die sich eng an den Boden schmiegen. Diese Artengruppe ist für dich besonders interessant, wenn du dich für den Erhalt seltener Pflanzen einsetzt, da sie auf der Roten Liste mit der Stufe 3 als gefährdet geführt wird. Als Archäophyt (eine Art, die vor 1492 eingeführt wurde) gehört sie fest zu unserer Kulturlandschaft. Durch die Ausbildung einer Arbuskulären Mykorrhiza (einer nützlichen Symbiose mit Bodenpilzen) fördert sie zudem die Vitalität deines Gartenbodens. Wenn du einen sonnigen Platz mit magerem Boden hast, kannst du diese Rarität erfolgreich bei dir ansiedeln.
Rote Liste 3: Hol dir diese gefährdete Rarität für magere Sonnenplätze heim.
Die ökologische Bedeutung dieser Artengruppe ergibt sich vor allem aus ihrer Seltenheit und der Einstufung in die Rote Liste 3. Da sie als Schwachzehrer auf nährstoffarme Böden angewiesen ist, besetzt sie ökologische Nischen, die in der modernen Landschaft selten geworden sind. Ein besonderes Merkmal ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), durch die die Pflanze den Nährstoffkreislauf im Boden stabilisiert und die Bodenstruktur verbessert. Da sie indigen ist, ist sie vollständig in das heimische Ökosystem integriert. Mit der Pflanzung trägst du aktiv dazu bei, eine gefährdete Pflanzenart in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz zu bewahren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Mediterranean
Wähle für den Dünen-Löwenzahn einen Platz in der vollen Sonne aus.
Der Boden sollte ein Magerer Boden (Schwachzehrer) sein; vermeide daher unbedingt zusätzliche Düngergaben.
Die Feuchtigkeit sollte im Bereich "Frisch" liegen, was einer normalen, mäßig feuchten Gartenerde ohne Staunässe entspricht.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Setze die Pflanzen nur in offenen, frostfreien Boden ein.
Da die Art eine Mykorrhiza-Symbiose (Zusammenarbeit mit Pilzen) nutzt, solltest du auf chemische Bodenhilfsstoffe verzichten.
Nach der Blüte empfiehlt es sich, die Samenstände für die natürliche Versamung stehen zu lassen.
Eine Vermehrung erfolgt am einfachsten über die flugfähigen Samen im Sommer.
Gute Partnerin: Die Heidenelke (Dianthus deltoides) eignet sich hervorragend, da beide Arten ähnliche Ansprüche an sonnige und nährstoffarme Plätze stellen.
Diese Kombination fördert die standorttypische Artenvielfalt in deinem Garten.
Der Dünen-Löwenzahn (Taraxacum sect. Obliqua) ist eine spezialisierte Artengruppe, die als indigen oder Archäophyt eingestuft wird. Sein Vorkommen erstreckt sich über Teile Europas, wobei er in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgrund von Lebensraumverlusten als gefährdet (Rote Liste 3) gilt. Typischerweise besiedelt er sonnige Standorte auf mageren, mäßig feuchten Böden. Er zeichnet sich durch seine Widerstandsfähigkeit gegenüber nährstoffarmen Bedingungen aus und geht im Wurzelbereich eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), also eine enge Lebensgemeinschaft mit Bodenpilzen, ein.
3 Videos zu Dünen-Löwenzahn (Artengruppe)



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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