Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum sect. Ruderalia
Auch bekannt als: Löwenzahn, Taraxacum sect. Ruderalia, Gewöhnlicher Löwenzahn
Sektion
Schon von weitem fällt der Wiesen-Löwenzahn durch seine sonnengelben Blütenkörbe auf, die sich über einer Rosette aus tief gezähnten Blättern erheben. Diese Pflanze ist ein wertvoller Bestandteil unserer Gärten und gilt als Archäophyt (eine Pflanzenart, die bereits vor langer Zeit durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde). Da er unermüdlich von März bis Oktober blüht, stellt er über fast das gesamte Gartenjahr hinweg eine verlässliche Ressource dar. In deinem Naturgarten ist er besonders wertvoll, da er auch auf mageren Böden zurechtkommt, wo andere Pflanzen oft aufgeben. Wenn du ihm ein Plätzchen zugestehst, förderst du die biologische Vielfalt direkt vor deiner Haustür.
Sonnengelbe Ausdauer: Acht Monate Blütezeit für magere Gartenstandorte.
Nach aktuellen Daten bietet der Wiesen-Löwenzahn durch seine extrem lange Blütezeit von März bis Oktober eine seltene Kontinuität im Garten. Diese Dauerhaftigkeit macht ihn zu einer wichtigen Basisquelle für die lokale Fauna während der gesamten Aktivitätsperiode. Da er bevorzugt auf mageren Böden wächst, unterstützt er die Artenvielfalt an Standorten, die nicht überdüngt sind. Die Bildung von Mykorrhiza-Verbindungen trägt zudem zur Stabilisierung des Boden-Ökosystems bei. Im herbstlichen Garten sind die späten Blüten oft eine der letzten verfügbaren Energiequellen vor der Winterruhe.
Der Wiesen-Löwenzahn ist nicht als kindersicher eingestuft. Der bittere Milchsaft in den Stängeln kann bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen und hinterlässt hartnäckige braune Flecken auf der Kleidung. Ein Verzehr in größeren Mengen kann bei Kindern zu Unwohlsein führen.
Licht
—
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mär – Okt
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Mediterranean
Wähle für den Wiesen-Löwenzahn einen Platz mit frischem (mäßig feuchtem) Boden.
Entgegen der häufigen Annahme ist diese Sektion ein Schwachzehrer und gedeiht hervorragend auf magerem Boden.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Die Pflanze geht eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) ein, eine nützliche Pilzsymbiose an den Wurzeln, welche die Nährstoffaufnahme unterstützt.
Da er robust ist, benötigt er kaum zusätzliche Pflege oder Düngung.
Die Vermehrung erfolgt ganz natürlich über die bekannten Schirmchenflieger der Pusteblume.
Um die Ausbreitung zu kontrollieren, kannst du die verblühten Köpfe vor der Samenreife kappen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – beide Arten teilen sich gerne frische, eher magere Standorte und ergänzen sich optisch durch den Kontrast von Gelb und Violett.
Der Wiesen-Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) wird botanisch als Sektion zusammengefasst, da sich die einzelnen Arten innerhalb dieser Gruppe sehr ähnlich sind. Er ist in unserer Region indigen (einheimisch) und weit verbreitet, wobei er bevorzugt frische, mäßig feuchte Standorte besiedelt. Ein auffälliges Merkmal ist der hohle Stängel, der bei Verletzung einen weißen Milchsaft absondert. Die Pflanze bildet eine kräftige Pfahlwurzel aus und ist so hervorragend im Boden verankert.
3 Videos zu Wiesen-Löwenzahn (Sektion)



•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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